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Geschrieben von OppaWerner am 17.10.2019 um 21:55:

  Hallo aus Ratingen

Hallo, nun möchte ich mich als "Neuer" vorstellen. Ich heiße Werner und wohne in Ratingen bei Düsseldorf. Seit 1984 bin ich Besitzer einer SR 48T. Seitdem bin ca. 150 000 km recht störungsfrei unterwegs gewesen. Bei 90 000 km ist ein neuer Kolben reingekommen. Bis jetzt hält der Ölverbrauch mit 0,9 l in Grenzen. Leider hat sich am vergangenen Montag eine Katastrophe ereignet: Bei ca. 120 km/h ist das Getriebeausgangslager geplatzt und hat das Motorgehäuse gesprengt. Zum Glück hat nichts blockiert, sodass ich über zwei Fahrspuren ausrollen konnte.
Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie ich weiter vorgehe.
Entweder einen Ersatzmotor einbauen, von dem man die Vorgeschichte nicht kennt oder ich zerlege meinen Motor und versuche, ein Motorgehäuse dafür zu besorgen.
Ich würde mich über Tipps und Erfahrungsberichte freuen.

Tschüß und immer eine Handbreit Luft unter den Fußrasten
Werner



Geschrieben von SLIX am 17.10.2019 um 22:14:

 

Moin Werner!

Erstmal herzlich willkommen hier im Forum! cool

Das mit dem Defekt tut mir leid, aber ich bin sicher, dass du bald wieder losdübeln kannst.
Hast du ein paar Fotos von dem zerstörten Gehäuse?
Dann ist eine Beurteilung einfacher und gezielter möglich.

Gruß SöRen



Geschrieben von hahe am 17.10.2019 um 23:13:

  RE: Hallo aus Ratingen

Zitat:
Original von OppaWerner
Entweder einen Ersatzmotor einbauen, von dem man die Vorgeschichte nicht kennt oder ich zerlege meinen Motor und versuche, ein Motorgehäuse dafür zu besorgen.


Für beide Varianten gilt eigentlich:
Die Kurbelwelle, das Pleuel, das Getriebe sollte brauchbar sein.
Ich frage mich gerade ob es überhaupt viele Angebote für nackte Gehäuse gibt.
Und wenn dein Innenleben stark verschlissen ist dann willst du das bestimmt nicht einfach in ein neues Gehäuse einbauen.
Da dein Motor ja ohnehin hinüber ist würde ich den erstmal öffnen und mir die Teile ansehen.

Liebe Grüße
Hans-Herbert



Geschrieben von Nobby am 18.10.2019 um 07:29:

 

Auch von mir ersma Tach schön hier und Beileid zum Schaden!

Ich würd glaub ich auch so anfangen, wie es HaHe vorschlägt.

Gruß,
Nobby



Geschrieben von sr 71 am 18.10.2019 um 08:02:

 

Herzlich willkommen und herzliches Beileid zum Schaden.
Ich hätte noch einen leeren Motorblock im Regal liegen, von dem ich mich auch gerne trennen würde.



Geschrieben von Tscharlie am 18.10.2019 um 08:22:

 

12 Stunden nach Schilderung des Problems scheint die Lösung schon da zu sein.

Willkommen hier im Forum.

Dieses Forum ist echte "Miteinander-Gemeinschaft".



Geschrieben von OppaWerner am 18.10.2019 um 12:12:

  Danke

Vielen Dank für die freundliche Aufnahme.
Auf das Angebot von SR71 würde ich gerne zurückkommen.
Bevor es so weit ist, werde ich wohl erst einmal den Motor zerlegen. Da wird wahrscheinlich noch einiges zum Vorschein kommen. .
Ich werde versuchen, ein Foto anzuhängen, bei dem man den Schaden erkennen kann.
Ich hoffe,dass es mit dem Hochladen geklappt hat.

Gruß
Werner



Geschrieben von Tscharlie am 18.10.2019 um 12:51:

 

Wieso zerreißt es das Gehäuse? Klar ein Lager kann festgehen, aber ist das dann das Ergebnis?
Drum mal sehen wie das da innnen aussieht.



Geschrieben von mac_73de am 18.10.2019 um 13:12:

 

Autsch.. wie blöd... .

Willkommen im Forum, quasi Nachbar.. .

Passendes Wetter den Motor zu zerlegen und neu aufzubauen.. .

Teile und Rat/Tat bekommste hier im Forum, also mal gemütlich ran ans Werk



Geschrieben von juwi am 18.10.2019 um 13:34:

 

Zitat:
Original von Tscharlie
Wieso zerreißt es das Gehäuse? Klar ein Lager kann festgehen, aber ist das dann das Ergebnis?
Drum mal sehen wie das da innnen aussieht.


Wenn die Welle steht und das Hinterrad sich noch dreht, da sind schon Kräfte am Werk.
Abgesehen davon steht die Welle schräg im Gehäuse und da könnte sich das Getriebe
schon mal irgendwo ein / ver-haken wo es das nicht sollte.

Ein Gehäuse hätte ich wohl auch noch liegen....



Geschrieben von Tscharlie am 18.10.2019 um 14:24:

 

Wenn ich mir das Bildchen genauer ansehe, fehlt da die Ritzelmutter.
Wurde die entfernt vor dem Foto oder ist die beim Fahren verloren gegangen?



Geschrieben von bigblokudo am 18.10.2019 um 14:29:

 

Moin,
Wenn du ein gehäuse und einzelne Innereien brauchst, meld dich
ruhig bei mir. Ein Freund von mir schlachtet regelmäßig mal ne SR.

Geb dir dann per Telefon gerne die Kontaktdaten

Gruß Udo



Geschrieben von KompressorMike am 18.10.2019 um 15:57:

 

Zitat:
Original von Tscharlie
Wenn ich mir das Bildchen genauer ansehe, fehlt da die Ritzelmutter.
Wurde die entfernt vor dem Foto oder ist die beim Fahren verloren gegangen?


Dem Platz nach zu urteilen wurde die Getriebewelle in den Motor hineingedrückt, wie mag es wohl unter dem rechten Motordeckel aussehen ?

Gruss Michael



Geschrieben von Tscharlie am 18.10.2019 um 18:00:

 

Das erklärt aber nicht "die Abwesenheit" der Ritzelmutter.



Geschrieben von Lumaxein am 18.10.2019 um 18:52:

 

Auch von mir willkommen im Forum .

Der Schaden ist natürlich mega ärgerlich aber du hast ja bereits gemerkt wie dir hier jeder hilft bis deine SR wieder läuft wie am ersten Tag. Oder auch noch besser .

Ich denke auch es ist sinnvoll erstmal alles zu zerlegen und schauen was defekt ist...
In dem Zusammenhang kann man vielleicht auch gerade ein paar verschlissene Teile austauschen..?
Einfach schauen wie es aussieht, neues Gehäuse und paar neue "Innereien" und dann ist sie wieder fit für die nächste Saison und deine SR hat wieder etwas mehr zu erzählen .

Viel Erfolg wünsche ich



Geschrieben von mac_73de am 19.10.2019 um 08:50:

 

@Tscharlie

Gute Frage mit der Ritzelmutter..
Könnte gut sein, dass sich die Sicherung gelöst hat, das Ritzel abgerutscht ist und sich so alles verkantet hat..
Auf dem Foto sind schon so einige Kratzer und Dellen zu sehen..

Wenn ich mir den Innenzahnkranz des Ritzels so anschaue, dürfte die Welle das vermutlich nicht schadlos überstanden haben..


Aber egal was, jetzt ist aufmachen angesagt..



Geschrieben von OppaWerner am 23.10.2019 um 18:59:

  Ritzelmutter

Hallo aus Ratingen
Also die Ritzelmutter muss unterwegs verloren gegangen sein. Ich hatte schon einmal vor Jahren ein ähnliches Problem mit der Ritzelmutter. Nicht weit von zuhause fiel mir bei einem
Ampelstopp auf, dass mein Hinterrad total verölt war und das sich unter dem Motor rasch eine Öllache bildete. Sofort Motor aus und das Mopped auf die gegenüberliegende Tankstelle geschoben und dort erstmal nach Ölbindemittel gefragt. Anschließend nach Hause gelaufen und den Rücktransport organisiert.
Schadensanalyse: Durch die fehlende Ritzelmutter ist die Getriebeausgangswelle nach rechts gewandert und dadurch konnte der Simmerring das Öl nicht mehr halten.
Bei KEDO eine neue Mutter und das Sicherungsblech bestellt, eingebaut, Öl nachgefüllt und schon war die Welt wieder in Ordnung. Seit dem bei jedem Check die Ritzelmutter und das Sicherungsblech kontrolliert. War immer alles takko. Bis neulich. verwirrt
Mit etwas Glück bekomme ich am Wochenende einen Motor als Ersatzteilspender. Ist zwar leider kein 48T aber der Kopf von meinem Motor wird wohl hoffentlich noch in Ordnung sein.
Leider habe zur Zeit überhaupt keine Zeit zum Schrauben, obwohl es mir in den Fingern juckt. Ich denke die meisten von euch kennen das Gefühl.

Tschüss aus Ratingen,
Werner



Geschrieben von KompressorMike am 23.10.2019 um 19:09:

 

Moin aus dem Norden,
dann würde ich behaupten das Du seit dem ersten Verlust mit reingerutschter Ausgangswelle mit defekter rechter Motorhälfte durch die Gegend reist, Hut ab wer soviel Glück im Leben hat
Gruß Michael



Geschrieben von juwi am 23.10.2019 um 21:56:

 

Ich glaub ja eher nicht das die Welle reingerutscht ist.

Reicht schon wenn die Hülse unter dem Ritzel sich inklusive des Ritzels
von der Welle schiebt und das Öl ungehindert raussuppen kann.



Geschrieben von hahe am 23.10.2019 um 22:12:

  RE: Ritzelmutter

Zitat:
Original von OppaWerner
...aber der Kopf von meinem Motor wird wohl hoffentlich noch in Ordnung sein.

Die Hirntransplantion wird vereinfacht wenn du beim Abnehmen des Zylinders den Kolben drin stecken läßt, und beides zusammen nur über den Bolzen im Pleuel vom Motor trennst.
Aber das weißt du ja vieleicht schon.



Geschrieben von KompressorMike am 24.10.2019 um 14:23:

  wenn man auf das Bruchbild schaut

Zitat:
Original von juwi
Ich glaub ja eher nicht das die Welle reingerutscht ist.


Es ist doch auf dem Bild des gebrochenen Aggregates zwischen Motorblock und Ritzel gar kein Platz und die Welle ist vorne fast Plan im Ritzel, dann kann die ganze Achse doch nur in den Motor gedrückt worden sein, oder ?
Gruß Michael



Geschrieben von juwi am 24.10.2019 um 15:51:

 

Zitat:
Also die Ritzelmutter muss unterwegs verloren gegangen sein. Ich hatte schon einmal vor Jahren ein ähnliches Problem mit der Ritzelmutter. Nicht weit von zuhause fiel mir bei einem Ampelstopp auf, dass mein Hinterrad total verölt war und das sich unter dem Motor rasch eine Öllache bildete. Sofort Motor aus und das Mopped auf die gegenüberliegende Tankstelle geschoben und dort erstmal nach Ölbindemittel gefragt. Anschließend nach Hause gelaufen und den Rücktransport organisiert. Schadensanalyse: Durch die fehlende Ritzelmutter ist die Getriebeausgangswelle nach rechts gewandert und dadurch konnte der Simmerring das Öl nicht mehr halten.


Bezog sich auf den vorherigen Schaden



Geschrieben von OppaWerner am 29.10.2019 um 21:57:

  Hallo aus Ratingen

Hallo,
Es gibt Neuigkeiten: Am vergangenen Samstag habe ich einen "Ersatzmotor" an Land gezogen. Mein Traum, mal eben reinzuschauen, mit diesem Motor weiterzufahren und in der Zwischenzeit in Ruhe meinen geplatzten zu reparieren. Der Traum ist leider geplatzt.
Die Nockenwelle ist fast 2mm eingelaufen und die Gleitstücke der Kipphebel sind eckig.
Also Schrott. Naja, dann schraube ich eben den Zylinder mit Kopf und Kolben auf das Gehäuse.
Pustekuchen. Nachdem ich die kleine Ölwanne abgeschraubt hatte, traf mich fast der Schlag. Ich fand grobe Metallspäne, ein abgebrochenes Metallteil und ein zur Hälfte zugesetztes Sieb.
Also doch den Motor komplett zerlegen. böse .
Gestern habe ich damit begonnen. Der Kolben und die Ventile sehen auf den ersten Blick ganz gut aus. Die Laufbuchse hat allerdings deutliche Riefen.
Die Ölpumpe sieht auch noch ganz gut aus. Muss trotzdem vermessen werden.
Als nächstes geht es an das Gehäuse. Bin mal gespannt, was mich da erwartet.
Ihr werdet es erfahren.

Bis dahin
Werner



Geschrieben von Nobby am 30.10.2019 um 08:51:

 

Nach dem Fund im Kopf war der ganze Schmock unten drin keine Überraschung mehr, odrrr?
Viel Erfolg wünsche ich!



Geschrieben von OppaWerner am 08.11.2019 um 22:04:

  Hallo aus Ratingen

Hallo zusammen,
heute möchte ich mich mal wieder melden. Der "Ersatzmotor" ist zerlegt und das Innenleben sieht erstaunlicherweise besser aus als erwartet. Die Zahnräder des Getriebes haben auf den ersten Blick kein Karies und die Schaltgabeln sehen auch noch ganz gut aus.
Genaueres lässt sich aber erst sagen, wenn die Zahnräder und Schaltgabeln bei mir auf dem Küchentisch liegen und vermessen werden.
Beim Auseinanderdröseln der Getriebeteile muss ich mich sehr konzentrieren und jeden Arbeitsschritt mit dem Handbuch vergleichen und fotografisch dokumentieren, weil: "Jede Menge Transistoren wie im Holzwollschnitzelwerk". Die Älteren werden sich vielleicht erinnerern. .
Meinen Originalmotor hab ich aus dem Rahmen gewuchtet und nochmal fotografiert.
Probleme hab ich zurzeit mit dem Schwungrad. Zuerst meinen Abzieher, ähnlich wie der vom Lakritzschneckenversender, angesetzt und darauf gehofft, dass es so leicht geht, wie bei meinem "Ersatzmotor". Leider nein, leider garnicht. Zur Schonung der Kurbelwelle habe ich eine 5mm Senkkopfschraube dazwischengelegt. Die habe ich nur mit Mühe wieder herausgepopelt bekommen. War praktisch mit der Kurbelwelle vernietet. Dann eine passende Mutter unterlegt. Die hat sich, nachdem ich die Schwungscheibe auf 100 °C erwärmt und mit 100 Nm gedrückt hatte in das Innengewinde des Abziehers gepresst.
Prallschläge haben auch nichts gebracht. Jetzt lass ich den Rostlöser länger einwirken und versuche es am Montag noch mal.
Ich hoffe, dass das Anhängen der Bilder klappt.

Tschüss aus Ratingen
Werner


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