Absenkung der Reglerspannung auf ein für Gelakkus verträgliches Maß

  • Da hier doch einige sind, die lieber mit (teuren) Gelakkus rumexperimentieren statt mit den herkömmlichen Säureakkus zu leben, für die der Laderegler der SR eigentlich konzipiert ist,
    habe ich mir gedacht, ich poste das hier mal.


    Messt zunächst mal die Spannung, die an Eurem Akku anliegt bei mittlerer bis erhöhter Drehzahl (dabei sollte der Spannungsregler an seinen "Anschlag" gefahren werden).
    d.h.: die Spannung darf ab einer bestimmten Drehzahl nicht mehr weiter steigen..., egal wie hoch ihr die Mühle dreht.
    Das ist dann der "Arbeitspunkt" eures Reglers
    Der sollte bei intaktem Regler so irgendwo zwischen 14,4 und maximal 14,8 Volt liegen (15 Volt ist eigentlich schon zu viel!)


    Da ein Bleigel-Akku aber schon Spannungen oberhalb von 13,8 Volt sehr übel nimmt und mit baldigem Sterben quittiert, muss die Ladespannug der Lima (also die Reglerspannung auf ein "gesundes Maß" für den Gelakku reduziert werden.)
    Das schafft man, indem man Dioden in Reihe zum Akku in den Ladekreis schaltet.
    Bei Siliziumdioden z.B. hat man 0,7 Volt Spannunsabfall pro Diode.
    d. h. wenn man 2 Dioden in Reihe schaltet, hat man schon 1,4 Volt Spannungsabfall produziert.


    Wenn also eine Reglerspannung von 14,8 Volt um 1,4 Volt verringert wird, bleiben noch 13,4 Volt Spannung um den Gelakku zu laden.(Damit wird dieser allerdings niemals voll und optimal geladen werden ........
    iIdeal wären zur Voll-Ladung eines Gelakkus 13,8 Volt - bei 2,3 Volt pro Zelle)
    Wenn man aber die 14,8 Volt mit nur einer Diode auf (14,8-0,7 = ) 14,1 Volt reduzieren würde, wäre die Spannung für den Gelakku immer noch zu hoch.
    Wer jetzt weiß, dass Germaniumdioden einen Spannungsafall von nur 0,3 Volt produzieren, der ist in der Lage, die "gemessene und individuell bei jedem Fahrzeug bissi unterschiedliche) Reglerspannung so an die erforderliche OPTIMALE Ladespannung für seinen Gelakku anzupassen, indem er die entsprechenden Dioden vorschaltet.
    Allerdings muss er dann in Kauf nehmen, dass die Dioden ´n bissi Verlustleistung produzieren..., also ein paar Watt der Limaleistung in Wärme umsetzen.

  • Also:
    Thx , das war ja schnell mit dem Beitrag und sollte den Verwendern des Joe-Akkus dick ins Stammbuch geschrieben sein, sonst ist die Freude an dem schnuckeligen Akkulein nur von kurzer Dauer
    Regards
    Rei97

  • hi Helmut ..., lange nicht gesehen *g*


    also, das eben war mehr oder weniger als Ergänzung für ein eben grade hier behandeltes Thema gedacht (siehe Mopsenes Beitrag "Ladespule?").
    Ich werde mich demnächst bei Gelegenheit mal hinsetzen und ein paar Dioden, die man überall leicht käuflich erwerben kann, heraussuchen.
    Werde sie mit ihren Durchlaßspannungen und maximal zulässigen Strömen so aussuchen, dass sie von (fast) jedem E-Techniklaien, der rechnen und messen kann und weiß, was die Anode und die Kathode an einer Diode ist, entsprechend der ermittelten Reglerspannung zusammengefrickelt werden können, so dass e s(einigermaßen) für die Gelakkus passen sollte.
    Allerdings gehe ich davon aus, dass jeder, der sich mit dem Thema beschäftigen möchte, sich selbst auch schon ´n bissi mit dem Thema im Vorfeld auseinandersetzt und keine "fressfertige", also einbaufertige Lösung von mir erwartet.
    ;)

  • Na toll. Dein Tipp kommt leider zu spät... Zum Glück kann ich wohl die 12 Euros verschmerzen und als Lehrgeld abhaken.

  • Mops, ich weiß zwar, wie ich einen Gelakku statt des Originalen verwenden könnte..... also die Spannung anpassen.
    Aber ....offengestanden ....wozu?
    die Säure-Safstpender gibt´s soooo billig, da mach ich mir nicht den Kopp und die (unnötige) Arbeit, da die Reglerspannung anzupassen.
    ok..., ist "moderner" und zeitgemäßer..., außerdem auch kipp- und auslaufsicher......., aber so oft leg´ich mich nichgt auf´n Appel, dass ich deswegen ´nen auslaufsicheren Akku einbauen müsste *g*


    Was die sonstige Technik angeht..., versuche ich ja auch nicht, die SR auf die Technik einer R1 zu bringen..., denn genau aus dem Grund, dass es ein "archaisches" Vehikel ist, habe ich mir ja wieder eine SR zugelegt.
    ;)

  • Quote

    Original von MopsFidelius
    Na toll. Dein Tipp kommt leider zu spät... Zum Glück kann ich wohl die 12 Euros verschmerzen und als Lehrgeld abhaken.


    Dieses Thema ist hier schon oft besprochen worden.
    Ich verwende meinen GelAkku nur deswegen, da ich ihn lageunabhängig einbauen kann.

  • Quote

    Original von guckie


    ...Allerdings gehe ich davon aus, dass jeder, der sich mit dem Thema beschäftigen möchte, sich selbst auch schon ´n bissi mit dem Thema im Vorfeld auseinandersetzt und keine "fressfertige", also einbaufertige Lösung von mir erwartet.
    ;)


    Hallo guckie,


    wie wärs mit einer Kleinserie dieser Spannungsbegrenzer für den Joe`schen Accu?
    Ich melde hiermit mein Interesse daran an!


    Gruß Pit.

  • Pit,
    wer den Fred-Anfang gelesen hat, hat mitbekommen, dass prinzipiell jeder Regler auf eine "individuelle" Spannnung ausregelt und es somit auch einer individuellen Anpassung bedarf.
    Also nix mit Serie..., immer Individual-Lösung.
    Ich kann bestenfalls mit ein paar Tips dienen..., löten + frickeln sollte jeder schon alleine ;)

  • Quote

    Original von guckie
    die Säure-Safstpender gibt´s soooo billig


    Die gab´s bis zum Jahresanfang bei Louis tatsächlich sehr billig.
    Leider haben die Batterien bei Louis seit Jahresbeginn ganz schön aufgeschlagen.

  • richtig, @ Marschall.
    Lediglich die Strombelastbarkeit sollte sichergestellt sein.
    Bei -wenn ich nicht irre- maximal 140 Watt Limaleistung macht das laut Adam Riese und Eva Zwerg bei 12 Volt einen maximalen Ladestrom von knapp 12 Ampère.... und den (besser noch mind. ca 20 A) sollten die Dioden abkönnen ohne zu verdampfen.

  • Hallo,


    Ein Gelakku fängt bei 2,35V / Zelle das Gasen an. Diese Spannung ist sehr stark temperaturabhängig und wird deshalb bei 25 Grad definiert.


    Die am Gelakkus anliegende Spannung kann im Zyklenbetrieb oder bei IOIP Ladung bis 14,4 V gefahren werden. Im Floatladebetrieb, also bei konstant anliegender Spannung wie z.B. Dauerladen dürfen 13,8V bei 25 Grad nicht überschritten werden.


    Da die SR Lima bzw. deren recht toleranzbehafteter Laderegler individuell andere Spannungen als Maximum anbietet ( 13,9 - 14,8) - muß man messen.
    Und zwar die Spannung die beim Fahren mit Licht bei vollgeladenem Gelakku anliegt.


    Die Ladespannung mittels in Reihe geschaltete(n) Dioden herunterzufahren halte ich für keine so gute Idee. Besser wäre es sich einen passenden Laderegler für Gelakku zu besorgen oder selbst zu bauen !


    Gruß Har

  • Quote

    Original von Har
    .....Die Ladespannung mittels in Reihe geschaltete(n) Dioden herunterzufahren halte ich für keine so gute Idee. Besser wäre es sich einen passenden Laderegler für Gelakku zu besorgen oder selbst zu bauen !


    Gruß Har


    Das mit dem Spannungsregler wurde ja u.a. bereits vorgeschlagen (siehe Fred "Ladespule?"..., also soooo neu ist die Idee nun ja nicht grade ;)
    was spricht allerdings dagegen (außer der Vernichtung bzw. Umsetzung von ein paar Watt Limaleistung in Wärme), das Problem der Spannungsreduktion mit Bauteilen (Dioden) zu realisieren, die im Gegensatz zu der Spannungsreglermimik für ein paar wenige Cent bis hin zu Euros zu haben sind und noch dazu auch von "E-Laien" relativ einfach zu handeln sind?
    Die Idee mit der "Produktion des Spannungsabfalls" mittels Dioden hatte ich übrigens erst nach dem Gedanken mit dem Spannungsregler...., wei mir mal gelehrt wurde:
    so teuer wie nötig..., so einfach wie möglich!


    Aber jeder natürlich wie er möchte (und auch kann..., sonst geht nachher wieder das Gepienze los *g*)

  • Germanium-Dioden, naja... wenn dann Schottky.

    Ein Topf, ein Tritt, ein riesiges Vergnügen...


    Wer gegen ein Minimum Aluminium immun ist, besitzt Aluminiumminimumimmunität.

  • Das mit dem Festspannungsregler wird so nicht funzen - wage ich mal zu behaupten.
    Denn üblicherweise benötigen die Dinger eine Spannungsdifferenz von einigen Volt zwischen Ein- und Ausgang.
    Dies ist nicht der Fall, wenn die Spannung wie im benötigten Fall um nur ca. 1 Volt reduziert werden soll.
    Zudem wäre ein ein solcher Spannungsregler mit den teilweise auftreten Ladeströmen vermutlich recht schnell am Abrauchen.


    Wer sich über Spannungsregler im Allgemeinen mal schlau machen möchte, klickt jetzt hier


    Meiner Meinung nach - ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren- gibt es nur 2 Alternativen:


    a)
    man reduziert die Spannung bereits direkt nach dem Original-Laderegler mittels einer Diode, die in die Leitung "eingeschleift" wird, um deren Spannungsabfall, indem man direkt in die Leitung, welche "aus dem Spannungsregler kommt", eine Diode verbaut, die mit dem maximal auftretenden Strom zurechtkommt
    (Meiner Asnicht nach die einfachste Lösung)


    oder


    b)
    die Leistung, welche beim Überschreiten der maximal zulässigen Klemmenspannung am Akku (in diesem Fall 13,8 Volt) entsteht, muss in Wärme umgesetzt werden.
    Eine Möglichkeiit hierzu wäre, diese Leistung über einen sogenannten Längstransistor, dessen Basis über einen Spannungsteiler aus Z-Diode und deren Vorwiderstand angesteuert wird, zu "verbraten".


    edit:
    Falls jemand die Lösung wie unter a) genannt anstrebt, so empfehle ich den Einsatz eine sogenannten Brückengleichrichters (Kostenpunkt irgendwo zwischen 3 und 6 EUR - je nach Bezugsquelle).
    deiser sollte für einen Strom von 35 A gut sein.
    Vorteil gegenüber einer einzelnen Diode:
    Er ist bereits isoliert aufgebaut und kann direkt auf einem Stückchen AL-Blech zur besseren Kühlung montiert werden.
    von diesem Gleichrichter wird dann nur eine der (darin enthaltenen 4 Stück) Dioden genutzt, indem diese z.B. zwischen einem Wechsel-Anschluß und dem Plus-Anschluß (es gibt noch 3 andere Möglichkeiten) abgegriffen wird.


    hier gibts so einen Gleichrichter für EUR 1,20
    angucken könnt Ihr euch das Ding, wenn ihr auf deiser Seite auf "Datenblatt" klickt

  • Hat der SR-Regler nicht auch eine eigene Messleitung (die braune)? Würde er dann nicht - da durch die Diode Spannung fehlt - nachregeln und die Spannung nach der Diode wieder auf 14,5V +/- hochtreiben?


    EDIT: Das ist z.B. auch ein häufiger Fehler bei der FJ1200. Durch Übergangswiderstände der Reglermessleitung regelt er auf 20V +/- hoch und der Akku wird ständig gehimmelt.

  • Quote

    Original von LaueSR
    Hat der SR-Regler nicht auch eine eigene Messleitung (die braune)? Würde er dann nicht - da durch die Diode Spannung fehlt - nachregeln und die Spannung nach der Diode wieder auf 14,5V +/- hochtreiben?


    Der Gedanke ist nicht schlecht.
    Da ich mich offengestanden bisher - aus Ermangelung von Notwendigkeit- noch nicht mit dem Regler auseinandergesetzt habe, wäre dies durchaus im Bereich des Möglichen.


    Da ich keinen Gelakku einsetze und es auch nicht vorhabe, schlage ich vor, dass mal jemand die von mir vorgeschlagene Lösung testet und hier berichtet.
    ;)

  • bin mir da nicht so sicher.
    denn wenn der SR-Regler genau so wie ein 78xx funzt, dann würde ein zusätzlich eingebrachter Widerstand (also auch eine Diode) in die "Fühlerleitung" die Ausgangsspannung tatsächlich weiter anheben.


    (habe das früher als schon mal gemacht, indem ich bei einem 78xx zusätzlich in die Fühlerleitung Dioden eingesetzt hatte, um auf die erfoderlichenSpannungswerte anzupassen..., d. h. die Spannung pro eingesetzter Diode um jeweils ca. 0,7 Volt erhöht))

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