Projekt 79

  • Eine Comfort? Cool. Da hast du noch was vor dir.


    Ja, die Räder waren auch bei meinem 82er 2J4-Fund auf Nachbars Grundstück der Angstgegner. Das Alu der Felgen war schon sehr tief korrodiert, die Speichen rostig und krumm.


    Habe mich dann entschieden, die Speichen rauszuschneiden (Schrauben ging nicht mehr bei allen) und zu erneuern. Die Felgen dann glasperlenstrahlen und lackieren lassen. Hatte zunächst versucht, die selber zu schleifen und zu polieren. Bin aber nicht wirklich vorwärts gekommen. Der Zustand war einfach zu schlecht.


    Das Einspeichen und Zentrieren habe ich selber gemacht. Habe einige gute Videos gefunden, die sehr hilfreich waren. Auch die Threads hier im Forum (maro500 ist ein Experte) waren eine Top Basis. Obwohl ich mehrere Anläufe gebraucht habe, hat das dann richtig Spaß gemacht!


    Ich kann gerne ein paar Bilder einstellen, wenn du magst. Übrigens, super Thread von dir!

    Liebe Grüße - Bernd __________________ _ „Frei im Wollen - Frei im Tun - Frei im Genießen“

  • an den verzinkten Speichen rumzupolieren führt zu keinem befriedigendem Ergebnis.


    Neuen Speichensatz (evtl. VA) einbauen ist weit weniger Aufwand und bringt ein beständig gutes Ergebnis. Miss dir vor dem Ausspeichen die Abstände der Nabe zum Felgenring aus und mach dir Fotos von den Speichenkreuzungen. Dann kannst du viel einfacher die Felgenringe und Nabe aufarbeiten und anschließend die neuen Speichen montieren. Zentrieren kann man mit etwas Geduld selber machen oder lässt es von einem Fahrradfritzen oder einer Radspannerei in deiner Gegend erledigen.

  • Hallo Bernd,
    hallo Frank,


    ja, ist eine 52er Comfort, seit rund 60 Jahren im Familienbesitz.
    So wirklich viel soll daran nicht passieren.
    Räder und Krümmer, der Rest darf so bleiben.



    Meine Felgen sind gar nicht mal nicht so schlecht.
    Sind nicht so viel gelaufen, und waren dann trocken eingelagert.
    Die Felgenbetten haben keine wirklichen Mängel, auch die Naben sind ok.
    Das ist ohne große Schwierigkeiten wieder in einen guten Zustand zu bringen.
    Das angehängte Bild zeigt die Felge mit allem Schmodder im Kaufzustand.



    Einziges Problem ist der Oberflächenrost an manchen Speichen.
    Wie Frank schon sagt, mit polieren kommt man da wohl nicht mehr sehr weit.


    Ich hab das mit dem Einziehen neuer Speichen mal an einer Fahrradfelge versucht.
    Die war anschliessend achteckig, hab ich dem Alteisenmann geschenkt.


    Ein Schrauberkumpel nimmt seine Räder nicht komplett auseinander.
    Er tauscht eine Speiche nach der anderen. So bleibt wohl der Rundlauf erhalten.
    Ob ich Edelstahl möchte, weiss ich noch nicht.
    Für die Comfort gibt's welche in verchromt. So würde mir das gefallen.
    Das überlege ich mir aber alles noch, hab mich aktuell noch nicht so mit dem Thema auseinandergesetzt.


    Eine Saison kann man die aktuellen mal hinpolieren, so schlimm sehen die nicht aus.
    Ist sicher keine Dauerlösung, - aber eine schöne Arbeit für den nächsten langen Winter.


    bernd,
    klar, kannst sehr gerne paar Bilder einstellen.
    Hilfreiche Tips sind ja immer willkommen.



    Frank
    Hatte vor längerer Zeit sogar schon Kontakt zu einem Fahrradfutzi.
    Einer der Mechaniker dort hat auch eine Comfort.
    Der arbeitet aber nicht mehr dort, danach ist das Thema eingeschlafen.... ;(


    Gruss
    Rolf

  • Bei der Montage vom Vorderbau bin ich über das erste große Eigentor gestolpert.


    Ich hatte die komplette Gabel mit allen Anbauteilen auf der Werkbank vormontiert,
    um Fehlteile etc. zu erkennen.


    Das hab ich auch einiges an Zeit investiert.
    Armaturenbecher aufpoliert, Gummidichtungen der Uhren einbalsamiert,
    gute Kabelbäume mit den richtigen Steckern organisiert,
    Schrauben erneuert, Lampenhalter, Lenker etc. poliert, neuwertige Spiegel ergattert,
    alles auf Vollständigkeit und Funktion geprüft, usw.
    Soweit alles gut, abgehakt und wieder in Kisten verpackt...


    Blöd nur, dass ich die Lenkerarmaturen komplett vergessen habe.
    Bin ich jetzt beim Montieren drüber gestolpert...
    Die sind zwar nicht schlecht, haben aber schon paar deutliche Alltagsspuren,
    und alle Schrauben sind auch noch gammelig :bash:


    Naja, da muss ich nochmal ran. Wird nicht der letzte Rückschritt bleiben...


    Ansonsten bin ich wieder einen Schritt weiter, und trotzdem ganz zufrieden. 8)



    Gruss
    Rolf

  • die Räder kannst du ja auch später noch machen! :411:
    Mal sehen wie lange du dir das Elend dann am fertigen Moped angucken kannst. :duell:


    Bei Speichenrädern würde ich sagen, entweder richtig oder garnicht. Rumgebiege mit Speichen geht vielleicht mal als Notreparatur, führt aber sonst zu nix. In deinem Fall würde ich die Speichen mit 'ner Messingbürste grob von losem Kram befreien und anschließend mit Hohlraumwachs einpinseln. Schwarz werden sie dann im Laufe der Zeit alleine, rosten aber nicht mehr weiter.

  • Hi Rolf,


    Hier mal ein paar Bilder.


    Der Ausgangszustand bei mir war schlecht. Überall unterwanderter Lack an Naben, Felgen, Seitendeckeln, Tauchrohren. Das Aluminium war an vielen Stellen sehr stark oxidiert. Die Speichen rostig und teils krumm. Die Räder auszuspeichen war da schnell klar. Das ich das Einspeichen selber machen muss, habe ich entschieden, als mir mein Monteur sagte, das diese Tätigkeit nicht mehr allzu viele beherrschen. Ich habe dann auch nicht weiter gesucht.


    Habe dann, nach Einlesen und Ausstatten, versucht mich erstmal selber ans Entlacken, Schleifen und Polieren zu machen. Mit viel Aufwand, aber nur mäßigem Erfolg. Ich habe eher Macken produziert, als einigermaßen saubere Oberflächen. Und in die ganzen Ecken zu kommen, ist auch eine Kunst, die mir nicht gelungen ist.


    Als ich meinen dann Rahmen und die Schwinge von meiner Strahlerin abgeholt habe, habe ich die ganzen Aluteile einfach mitgenommen und mit Glasperlen strahlen lassen.


    Die Tauchrohre, Felgen und Naben sind dann beim Lackierer, der auf Oldtimer spezialisiert ist, gelandet. Er hat einen speziellen Lack für Aluminium verwendet. Weiß aber nicht mehr genau, was das war. Kriege ich aber vielleicht noch raus, falls Interesse besteht,


    Das Einspeichen habe ich vorher mit alten Speichen und den noch nicht behandelten, korrodierten Felgen so lange geübt, bis ich sicher war, dass ich die frisch lackierten Felgen nicht gleich wieder zerkratze. Die Tips von Frank hinsichtlich Fotodoku und Ausmessen, habe ich auch so gemacht. Habe also die neuen Speichen (OEM vom Sponsor) wieder so eingesetzt, wie sie ursprünglich lagen.


    Für den Ausgleich des Höhen- und Seitenschlags half mir ein Zentrierbock von Louis und eine Messuhr. Habe mehrere Anläufe und Geduld gebraucht, bis ein Ergebnis von unter 0,2 mm für Seiten- und Höhenschlag vorlag. Ein guter Speichenschlüssel mit Krepp gepolstert verhinderte bei mir Kratzer an der Felge, die ich ebenfalls für‘s Einspeichen abgeklebt hatte.


    Also, hinsichtlich Aus- und Einspeichen, nur Mut. Das Ergebnis, ein Rad mit neuen Speichen, lohnt die Mühe

  • Ok, bin überzeugt. :ber:


    Hallo Bernd,
    besten Dank für deine Tips, das schaut wirklich top aus!


    Meine Bedenken mit dem selbst einspeichen haben sich erst mal erledigt.
    Das mit dem Rundlauf war eine meiner Fragen.
    Mit diesem Ständer sollte das wohl gut klappen.
    Eine Messuhr müsse ich sogar irgendwo haben...

    Lackieren möchte ich meine Betten nicht.
    Ich steh ja schon sehr auf polierte Alubetten. :cool:


    Hab das heute mal an meinen versucht.
    Keine grosse Aktion, nur ein kleiner Test mit einfachen Hausmittelchen....
    Die Betten sind gut in Schuss, das krieg ich ganz sicher gut hin.
    Gefällt mir eigentlich schon recht gut, geht aber noch besser.


    Aber wie der Frank schon ganz richtig festgestellt hat.
    An den Speichen ist jede investierte Minute für die Katz.
    Ich glaub, die waren nicht mal verzinkt, sehen aus wie blank...


    @ Frank, wie hast du gesagt? Ganz oder gar nicht. - hast mich überzeugt. :314:
    Das gibt auf jeden Fall neue Speichen.
    Werd ich aber erst mal ganz weit hinten auf die todo-Liste packen
    Gibt vorher noch jede Menge wichtigeres zu tun. .


    Gruss
    Rolf

  • Heute ging's mit dem Scheinwerfer weiter.


    Äusserlich tippitoppi - keinerlei Pickel oder Schrammen, keine Steinschläge oder Schrammen im Glas.


    Selbst die Gummis sind noch top.
    Die hab ich einfach wieder verwendet, was ich sonst bei so Pfennigartikeln eigentlich fast nie mache.


    Nur innen ist er leider etwas angelaufen, ist aber wohl noch vertretbar.
    Den Rost hab ich mechanisch abgetragen und anschliessend mit Ovatrol konverviert.


    Von aussen alles chic, - so gefällt mir das :cool:


    Gruss
    Rolf

  • An der Rückseite des Scheinwerfergehäuses befindet sich eine kleine Lasche.
    Ich glaube zur Befestigung gegen Vibrationen, weiss es aber nicht wirklich.
    Sieht man im Bild oben links...


    Details dazu konnte ich leider nicht finden.
    Am rechten Lampenhalter konnte ich da nur eine Lasche finden, die wohl nur als Kabelführung gedacht ist.
    Kann mir jemand erklären, wie/wo das montiert wird?


    Gruss
    Rolf

    Bin ich ölich, bin ich fröhlich.. ...

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  • eine gute Erkenntnis. Wenn du künftig nicht ständig neue Räder einspeichen willst geht das auch mal mit einer Schwinge im Schraubstock, Steckachse und drangetüddeltem Eisstiel ganz brauchbar.


    Den Scheinwerfer hättest du innen auch mit einem hübschen Farbton aus den Restbeständen lackieren können. Ich weiß ja nicht ob Ovatrol richtig grifffest wird, wegen der Kabelage da drinnen.


    Zur Lasche am Lampentopf kann ich nichts beitragen. Meine letzte SR ist schon ewig her, da hab ich's mehr mit den XTs.

  • Hi
    die Lasche außen, rechts unten ist für die Einstellung/Fixierung der Leuchtweite.
    Am Lampenhalter innen für die Bremsleitung.


    Grüße

  • Die Lasche ist zum Einstellen der Leuchtweite, daher nur am rechten Lampenhalter das Gegenstück.


    O.k., war zu langsam...

  • Ok,. danke euch beiden.
    Dann fehlt mir vermutlich ein Teil.


    Die Lasche am Topf hat ein Langloch, sonst nichts....
    Am Lampenhalter gibt es nur die Lasche für die Bremsleitung.
    Das passt so nicht zum Langloch.


    Was fehlt mir da für die Fixierung?


    Gruss
    Rolf

    Bin ich ölich, bin ich fröhlich.. ...

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  • Quote

    Original von Frank M
    eine gute Erkenntnis. Wenn du künftig nicht ständig neue Räder einspeichen willst geht das auch mal mit einer Schwinge im Schraubstock, Steckachse und drangetüddeltem Eisstiel ganz brauchbar.


    Den Scheinwerfer hättest du innen auch mit einem hübschen Farbton aus den Restbeständen lackieren können. Ich weiß ja nicht ob Ovatrol richtig grifffest wird, wegen der Kabelage da drinnen.


    Ja, so einen Ständer kann man sich schon selbst basteln.
    Ein Schweissgerät und eine Restekiste hab ich da. :D


    Zum Auslackieren war der mir noch zu schade, viel Mocker ist das ja nicht.
    Ich überlege, die paar Roststellen völlig blank zu Schleifen,
    und dann mit einem transparenten Wachs zu überziehen.


    Die Armatuenbecher sehen innen auch nich top aus.
    Auch das hintere Schutzblech hat nur wenige Roststellen. Da würde ich das dann auch so machen.
    Kenne ich so von gepimpten Autos mit lackiertem Unterboden.
    Da wird auch nur ein transparenter Schutzüberzug aufgetragen.


    Owatrol geht aber auch, das wird auch grifffest..

    Bin ich ölich, bin ich fröhlich.. ...

    Edited once, last by Agent-P ().

  • Quote

    Original von Tobsi
    Die lasche am scheinwerfer ist arretierung für die scheinwerfer höhen verstellung. Das gegenteil ist ein gewinkelter halter der an der hupen befestigung sitzt und gummi gelagert.


    Das gegenstück
    https://www.google.com/search?…pr=2#imgrc=Y-SMmFa2M7qLcM


    Hi Tobsi,


    besten Dank! Das Teil hab ich sogar!
    Liegt in der Wühkiste, weil ich das nicht zuordnen konnte. :314:


    Gruss
    Rolf

    Bin ich ölich, bin ich fröhlich.. ...

    Edited once, last by Agent-P ().

  • Heute ging's wieder bissl weiter.
    Keine grossen Dinge, nur Kleinkram.


    Geplant waren eigentlich die vorderen Blinker, da bin ich aber leider gescheitert.
    Da ich mit meinen WHB nicht weitergekommen bin, könnte ich mal euren fachlichen Rat gebrauchen.


    Im Endergebnis sind die Gewindestangen zu kurz, ich kann im Scheinwerfer keine Mutter mehr draufdrehen.
    Vermutlich hab ich da zu viele, oder die falschen Kleinteile reingepackt.
    Das 'richtig' konnte ich leider nicht rausfinden.


    In den Lampenhaltern sind Gummibuchsen eingesetzt,
    Die gleichen Gummis sitzen auch nochmal im Lampentopf.
    - Aussen rund, innen eckig sieht man auf dem Bild im Beitrag weiter oben.


    Durch den Gummi vom Lampenhalter ist eine Metallbuchse eingesetzt.
    Aussen eckig, passt so perfekt in den Gummi.


    Im Lampentopf sitzt so ein Teil aus weissem Kunststoff.
    Aussen eckig, passt so perfekt in den Gummi.
    In Summe ist das alles aber zuviel, weshalb keine Mutter mehr draufpasst.


    Ich denke, ich habe da irgendwas dazwischen, was von der 48T stammt.
    Da sind die Blinker ja anders befestigt, und somit vermutlich auch die Kleinteile für die Scheinwerferbefestigung anders.


    Hat jemand eine Idee, oder einen Tip?


    Gruss
    Rolf

  • Hi Rolf,


    Falls du es noch nicht gelöst hast: Schau mal, ob dir die Bilder eine Hilfe zur Montage der vorderen Blinker sind.


    Die Aufnahmen sind von der 82er 2J4.

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