SR 500 48T nagelt beim Gas geben

  • Moin Chaps!
    Ich hatte letzten Winter den Motor meiner "Alten" zerlegt. Der Zylinderkopf wurde geplant, Ventilsitze gefräst, neue Kedo Ventile, Einstellschrauben, Schaftdichtungen, sowie neue Steuerkette, verbaut (keine neuen Ventilfedern/keile, da diese noch recht neu waren)
    Pedantsich alles wieder zusammengepfriemelt und sie lief auf anhieb sauber und dies bis rund 1000km.


    Nun das Problem:
    Seit letztem Wochenende bekomme ich die Ventile der "Alten" nicht mehr richtig eingestellt. Zudem gesellt sich beim gas geben das typisch ticken/Nageln eines Ventils hinzu! (klingt nur nach Ausslassventil)...laufen tut sie im Stand normal und Gasanahme ist top!


    In Verdacht war schon verschl. Kipphebel bzw. Nockenwelle (letzteres hat 210tkm runter) gebrochene Ventilfeder.
    Evtl hat jemand eine weiteren Verdacht der mich erlöst vom erneuten Zerlegen des Motors. ;)
    Zudem: ist die Steuerkettenlänge nach dem Zylinderhonen vernachlässigbar?


    Gruß
    one-piston

  • Wenn es Probleme mit dem Einstellen der Ventile gibt, stimmt da was nicht. Was sind denn für Einstellschrauben drin?
    Was ist mit dem Deko-Zug? Zu stramm? Schwergängig?
    Ich würde meine Suche Richtung Rockerbox ausweiten. Öl ablassen, Motor raus und dann mal in Ruhe auf der Werkbank nachschauen. Wenn über die "kleinen" Löcher nix zu sehen ist, dann mal die Nocke freilegen und durchdrehen....

  • Quote

    Original von Fahrendumusst
    Wenn es Probleme mit dem Einstellen der Ventile gibt, stimmt da was nicht. Was sind denn für Einstellschrauben drin?
    Was ist mit dem Deko-Zug? Zu stramm? Schwergängig?
    Ich würde meine Suche Richtung Rockerbox ausweiten. Öl ablassen, Motor raus und dann mal in Ruhe auf der Werkbank nachschauen. Wenn über die "kleinen" Löcher nix zu sehen ist, dann mal die Nocke freilegen und durchdrehen....


    Moin!
    Die Einstellschrauben sind regulären von Kedo. Scheppern tut es, so wie es kling, zu ca. 80% am Auslass. (mit Stethoskop) Einlass lässt sich ganz normal einstellen. Dekozug existiert schon seit 20 Jahren nicht mehr und der Mechanismus wurde lahm gelegt. Werde morgen dat Teil wieder rausbauen und alles vermessen in der Hoffnung das evtl nur die kleine Feder vom Auslassventil verreckt ist oder so...! ?(


    Gruß
    Ein-Kolben

  • Die neue Steuerkette erfährt ihre größte Längung auf den ersten paar hundert km. Hast Du die schon nachgestellt? Die schlägt recht vernehmlich wenn das Spiel zu groß ist. Bei warmem Motor einstellen (bzw. kontrollieren)!


    Was heisst "bekomme ich die Ventile der "Alten" nicht mehr richtig eingestellt"?
    Leitest Du das aus dem Geräusch her oder was meinst Du damit?


    Theoretisch kann der Sitz einer Kipphebelachse ausgenackelt sein, fängt üblicherweise am Auslass an. Hattest Du das geprüft als der Motor auseinander war? Ist "die Alte" eine 2J4, motorisch?


    https://motorang.com/bucheli-p…rkopffragen.htm#kh-achsen


    Gryße!
    Andreas, der motorang

    der liebe gott will nicht, dass aluminium glänzt (kohai) * Bucheli-Projekt, Forums-Einsteigerwissen, Sölkpasstreffen > motorang.com/sr500

  • Wenn Du den Kopf und Deckel zerlegt hattest: Hast Du drauf geachtet, die alten Kipphebel wieder an ihren angestammten Plätzen zu verbauen? Wenn Du die vertauscht können die aufeinander üblicherweise stark eingelaufenen Hebel mit den Nocken fressen.
    Hast Du die Federn richtig herum verbaut? Macht normalerweise nichts, aber was ist schon normal..


    Gruß
    Hans

  • Hallo,
    Was genau ist denn das Symptom außer dem klappern?
    Ich meine, was genau lässt sich nicht einstellen am Auslass?
    Ist das Spiel immer Null oder lässt sich nicht klein genug stellen? Dreht die Schraube nicht mehr im Gewinde, etc.
    Oder ändert sich das Spiel nach jedem Durchdrehen?


    viele Grüße und hoffentlich ist es nichts schlimmes.


    Matthias


    PS: Ich habe bei einer XT schonmal fast den Motor zerlegen wollen bis sich herausstellt dass das klappern eine minimal undichte Dichtung am Krümmer war.
    Bei meiner wiederbelebten SR hatte ich klappern beim Gasgeben, kam eindeutig von unten während der Fahrt, Ursache war der nicht originale und schon neu klappernde Spiegel links.


  • Aaalso. Danke erstmal der Anteilnahme! :350:


    Da es eine 48T Ist ist ein etwas lauterer Ventitrieb normal. (macht die "Alte", damit ist das Motorrad gemeint, schon seit 30 Jahren so)
    Ich stelle das Auslassventil mit 0,15 Messlehre ein (wurde auch schon 0,12-0,13 versucht, sowie Winkelmethode) Danach klack jedoch der Auslasskipphebel so als ob du nichts eingestellt hättest. Dazu gesellt sich das typische ticken beim gas geben als ob das Ventil anschlägt. (hatte schon mal Ventilfeder-erlahmung, deswegen kam mir das Geräusch bekannt vor.)


    Die Kipphebel blieben bei der Demontage in der Haube und wurden eingebaut nur auf Spiel-Gängigkeit und Gleitfläche überprüft. Schien alles okay zu sein. (keine Unebenheiten auf den Gleitflächen) Was jedoch nicht vermessen wurde war die Nockenwelle.... :(


    Das mit dem ominösen, nicht definierbaren Geklapper kenne ich! war bei mir eine Unterlegscheibe im Lampentopf!
    Aber nö, ist definitiv vom Kopf her...macht nix, Garage ist aufgeräumt, warm und Morgen weiß ich mehr!

  • Bin gespannt. Die Originalfedern brechen eigentlich nie. Vielleicht die Keile nicht gscheit drin?


    Neugier,
    Hans

  • Ich würde als erstes sicherstellen, daß die Dekomimik im Betrieb keinen
    Kontakt zum Kipphebel hat. Das würde auch ein deutlich hörbares "tickern"
    verursachen.


    Gruß
    Sven

  • Soo!
    Also, die "Alte"ist wieder zerlegt. Nockenwelle im Soll-Maß und keine merklichen Laufspuren, innere Ventilfeder Einlass 0,8mm zu kurz, innere Ventilfeder Auslass 0,9mm geschrumpft, äussere Ventilfeder Einlass im Soll, äussere Ventilfeder (nix gebrochen) aber 1mm geschrumpft. Ventilkeile haben "extremes" Spiel.


    Kipphebel haben, und diese Art Kipphebel habe ich bei der SR 500 noch nirgendswo gesehen, eine Einfassung um die Lauffläche. (werde bei Gelegenheit ein Bild davon machen) Was mir bisher nicht aufgefallen ist, obwohl ich zwei Köpfe und deren Hauben rumliegen habe.... ?( :(
    Das Problem, man sieht das die Nockenwelle schon leicht über diese Einfassung hobelt. Laut einem mir bekannten Motorinstandsetzer nicht wirklich gut! :s:


    Hab nun das Ersparte genommen und gönne dem Mädel ein kompl. neues Kopfinterieur! Werde berichten ob es dann funktioniert. (der Verdacht liegt auf dem immensen Spiel der Ventilkeile)


    Gruß
    Ein-Kolben

  • Das klingt nach zusammengewürfeltem, nichtoriginalem Material, denn die Keile können eigentlich nur dann Spiel haben, wenn die Federteller nicht dazu gehören.
    Ist die Kipphebelgleitfläche rundherum eingefasst oder nur zur Achse hin?
    Wir brauchen dringend Fotos der Federteller, Keile, Kipphebel und auch von der Nockenwelle, denn wenn die Nocken tatsächlich über die Gleitfläche hinaus schrubben, ists wohl keine Originale. Ich hab da so einen Verdacht ;)
    Die etwas kürzeren Innenfedern kannst Du ignorieren, die sind immer noch lang genug.
    Gruß
    Hans

  • Soo!

    Lang ist es her...sorry!

    Also. Im Kopf ist alles neu reingekommen. Kipphebel/Achsen(Kipphebellagerung war einwandfrei), Ventile, Schaftdichtungen, Ventilfedern....Kedo hat sich gefreut, mein Konto nicht! ;(

    Alles pedantisch zusammengeschraubt, fünf mal kontrolliert und ....kick...siehe da das Nageln war immer noch da. Zum Glück hatte ein mir bekannter Alteisenschrauber Zeit.

    Mir wurde gesagt das wenn man einen Kopf planen lässt, dies vernachlässigbar ist bei der Steuerkettenspannung! Bullshit, genau das war es nämlich! Ich habe es brav nach Vorschrift und etwas darüber eingestellt (der Stößel kam ca 0,5mm aus dem Ventilspanner heraus, war aber zu wenig) Ventilspiel nochmals kontrolliert...angekickt und die alte Dame rennt ruhig vor sich hin! Sprich die 500€ Teile, für den Kopf zum Schluss hätte ich mir sparen können! :359: (aber dafür hört man nun nur noch das Rauschen des Kolbens hoch und runter!)

    Grüsse und danke für die Antworten!!

  • Das klingt nach zusammengewürfeltem, nichtoriginalem Material, denn die Keile können eigentlich nur dann Spiel haben, wenn die Federteller nicht dazu gehören.
    Ist die Kipphebelgleitfläche rundherum eingefasst oder nur zur Achse hin?
    Wir brauchen dringend Fotos der Federteller, Keile, Kipphebel und auch von der Nockenwelle, denn wenn die Nocken tatsächlich über die Gleitfläche hinaus schrubben, ists wohl keine Originale. Ich hab da so einen Verdacht ;)
    Die etwas kürzeren Innenfedern kannst Du ignorieren, die sind immer noch lang genug.
    Gruß
    Hans

    Moin Hiha.

    Ich habe die Maschine mit 30tkm gekauft und rund 200tkm auf den Motor gespult. Es gab eine Erlahmung der Ventilfedern in Griechenland und diese kamen von den netten Herren aus Hamburg sowie eine Motorrevidierung (Kolben zweites Übermaß) sonschd nix! Die Nockenwelle ist definitiv eine 48Tler und die Kipphebel....nunja, da sie 200tkm drin waren...werden es wohl auch die Origin. sein. Wobei ich mal glotzen werde und dann mache ich Bilders von denen... (kopfkratz) die waren vorne und hinten eingefasst!?


    Grüßli :314:

  • Na ja, diese Erklärung ist irgendwie komisch. Die 0,5 mm waren dir zu wenig und du hast jetzt die Kette noch lockerer eingestellt?. Wen die Ketteneinstellung so einen Radau macht, der bei korrekter Einstellung nicht weg geht, würde ich eher auf eine über Verschleißgrenze gelängte Kette sowie abgelatschte Spannerschienen tippen. Das wäre ja bei so einer Laufleistung den eher wahrscheinlich als ein planen des Kopfes wo man den so von 2-3 Zehntel mm ausgeht. Ja wen man den Kopf plant, macht sich natürlich auch eine verschlissene Kette mehr bemerkbar. Sowas mit mehr Spannung ausgleichen zu wollen, klappt nur begrenzt, bis die Kette aufgibt.Nach 200 t Kilometern wirst du ja wissen, wie man die Kette richtig spannt.

  • im Eingangsbeitrag hat er ja von einer neuen Kette berichtet. Und wenn der Stößel aus dem Einsteller herausschaut ist die Spannung höher als empfohlen. Nach einer Kopfplanierung muß doch nach meiner Logik nur der vorher bestehende Spannungszustand wieder hergestellt, keinesfalls erhöht werden. Sonst ist irgendwann der Spannerstößel auf Block, ohne Abfederung, und das dürfte sich sehr negativ auf die Lebensdauer der beteiligten Bauteile auswirken.

    Real men don´t need instructions - they just need heavy tools

  • Das Ganze klingt äußerst komisch. Ventilfedern erlahmen eigentlich nie so stark, dass damit Probleme auftreten. Naja, warten wir halt weiter auf Fotos, vorher isses echt schwierig, weil alles so total ungewöhnlich klingt.

    Gruß

    Hans

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