Blockiertes Hinterrad - Fahrer abgeworfen, SR auf dem Boden

  • Bei meiner 2J4 ist die Stange mit einer Mutter mit Nyloneinlage gesichert. Ich habe mir aber keine Gedanken gemacht, da oldman hier die Mutter als Sicherungsmutter bezeichnet. Er erwähnt hier weder eine Kronenmutter noch einen Sicherungssplint.

    Hey,

    das ist sicher nicht original so. Allerdings habe ich das so inzwischen schon einige Male gesehen.

    Grüße

  • Dauersplinte haben den Nachteil dass sie gerne genommen werden.


    Nein nicht vom Mechanicker, eher von Passanten. Einen sauber umgebogenen Splint pfrimelt keiner einfach mal so raus.

    Auch bei der Nutzung von Dauersplinten dreht man nach dem Einstecken des selben die Mutter wieder etwas auf Lose gegen den Splint. Das sichert den Splint gegen Verlust jedweger Art.

    Grüße

  • Bei meiner 2J4 ist die Stange mit einer Mutter mit Nyloneinlage gesichert. Ich habe mir aber keine Gedanken gemacht, da oldman hier die Mutter als Sicherungsmutter bezeichnet. Er erwähnt hier weder eine Kronenmutter noch einen Sicherungssplint.

    Es gibt von mir keine Hinterrad Zeichnung, folglich auch keine Angaben von mir zur Befestigung der Drehmomentstütze an der Bremsankerplatte.

  • Moin,

    meine SR war damals erste Hand und hatte ein ausgefülltes Scheckheft. Bei mir ist es wie Hans beschrieben hat. Schraube ist recht langem Bund, dann ne flache Sicherungsmutter und der Splint. Ich meine mich auch dran erinnern zu können, dass der Bund länger ist, als der Anguss an der Grundplatte dick ist und bis in das Loch der Stütze reicht. So bleibt das ganze auch bei angezogener Mutter noch etwas beweglich…

    Seit ich mir mal einen Sortimentskasten mit Splinten zugelegt habe wird sowas immer ausgetauscht. Früher habe ich die Dinger wiederverwendet…

    viele Grüße,

    Oliver

  • Bei dieser Bauweise der Drehmomenstütze hat eine Stoppmutter nichts zu suchen, da sie nicht formschlüssig ist. Der Bolzen ist auf Scherung berechnet. Zug ist zu vermeiden. Die Kronenmutter

    mit Splint hat nur für die korekte Position des Bolzens zu sorgen. Das hat auch mit der Kettenspannmöglichkeit zu tun. Man müsste ja sonnst jedesmal beim Kettennachspannen

    an der Drehmomentstütze rum schrauben.

    Heißt das, die Stütze sollte beweglich bleiben? Warum?

  • Ich glaub Du meinst die Drehmomentstütze von am Rahmen abgestützten, die sich beim Einfedern bewegen. Da muss es beweglich sein.

    Ja. Da muss es beweglich sein.

    Heißt das, die Stütze sollte beweglich bleiben? Warum?

    Der Bolzen ist auf Scherung berechnet und belastet. Zusätzlicher Zug ist an solchen Bolzen zu vermeiden.

    Konstruktionsrichtlinie, so hab ich das mal gelernt. Eine Kronenmutter mit Splint ist immer noch die

    beste Sicherung, dass der Bolzen (Passchraube) da bleibt wo er soll.

    An der Schwinge ist eine Passchraube zumindest gezeichnet mit Kronenmutter und Splint:

    Schwinge SR500(48T)

    für die "Bremsankerstrebe"! (Drehmomentstütze)

    Warum soll es dann an der Bremsankerplatte anders sein?

    So sehen Passchrauben für den Maschinenbau aus:

    https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51S6Y2dS7WL._AC_SY450_.jpg

    Man sieht, dass es da nicht auf Zugbelastung ankommt. Die Mutter ist begrenzt.

    Beim Fahrzeugbau (Dynamik!) verwendet man eine Kronenmutter mit Splint.

    Früher gab es da gusstechnisch aufwändigere aber bessere Lösungen für Bremsankerplatten:

    https://i.ebayimg.com/images/g/65AAAOSwATZgIQZn/s-l640.jpg

    Gruß Eicher

    Heinz Erhard :du: :

    Mit den Menschen ist es wie mit den Autos - Laster sind schwer zu bremsen.

  • Es gibt von mir keine Hinterrad Zeichnung, folglich auch keine Angaben von mir zur Befestigung der Drehmomentstütze an der Bremsankerplatte.

    Wo Du Recht hast, hast Du Recht - nichts für Ungut.


    Die Zeichnung, auf die ich Bezug nahm, war nicht von Dir, sondern von Ratpak (Abschnitt Hinterrad, Teilenummer 34 "sellbstsichernde Mutter").

  • Yamaha selbst sieht dort über seinem Online-Ersatzteilekatalog eine selbstsichernde Mutter und zusätzlich einen Splint vor...


    Mit Kronenmuttern stehe ich insofern ein wenig auf Kriegsfuß, da diese dann ja immer etwas strammer angezogen werden müssen, wenn der Splint nicht so recht passt. Bei den Achsenmuttern sicher kein Problem…

    Dann lieber so einen Kronen-Überzug, wie man ihn häufig an Radnaben findet, der auf der normalen Mutter aufgesetzt wird und durch den dann der Splint gehört. Da findet sich eher eine Position, dass der Splint passt ohne dass die Mutter nachgezogen werden muss…


    Ansonsten stecke ich tatsächlich in jeden (Original-) Bolzen oder Schraube, welcher am Ende eine Querbohrung aufweist, soweit es mir sinnvoll erscheint, einen Splint. Für was anders wird eine solche Bohrung eher selten vorgesehen sein...

    Wer meint so etwas maschienenbautechnisch in Frage stellen und ausdiskutieren zu müssen, der muss halt auch mit den entsprechenden Konsequenzen leben, wenn ihm mal was verlustig geht...

  • meine SR war damals erste Hand und hatte ein ausgefülltes Scheckheft.

    War meine auch. Stand beim Scheckheftausfüller zum Verkauf, der Vorbesitzer hatte sie für eine 1100er Virago in Zahlung gegeben.

    Dennoch fehlten an der unteren Gabelbrücke die Klemmschrauben, was mir erst nach der Probefahrt aufgefallen ist.

    Zum Glück nix passiert. Ich hab das angemahnt, aber einen Kaufvertrag unterschrieben.

    Bei der Abholung fehlten die Schrauben immer noch, wurden dann aber innerhalb weniger Minuten noch montiert. :D


    Was ich sagen will: Fachwerkstätten sind nicht unfehlbar. Und das waren sie auch schon Anfang der 1990er nicht... ;)


    Grysze, Michael :ber:

  • Das stimmt wohl, Michael. Ich hatte mal ne Kawasaki 450 LTD. Man, war ich stolz. Halbierter GPZ 900 Motor in einem bezahlbarem neuen Softchopper. Beim ersten Service hat man mir dann gleich mal 1,5 Liter Öl zuviel eingetütet. Man ließ einen Azubi ran. Klar, lernen müssen , bzw. mussten wir alle mal. Aber der Meister hätte das prüfen müssen. Nachdem dann an vielen Stellen die noch braune Brühe austrat, habe ich das reklamiert und habe das Teil " gewandelt". Ich wollte mir keinen Folgeschaden einfangen. Ging natürlich nur über Anwalt !

  • Mit Kronenmuttern stehe ich insofern ein wenig auf Kriegsfuß, da diese dann ja immer etwas strammer angezogen werden müssen, wenn der Splint nicht so recht passt.

    Kronenmuttern verwendet man, wenn ein Bolzen oder ein Radlager "Positioniert" werden soll.

    Das ergibt dann ein "gewolltes" Toleranzfeld. Auch gerade bei Radlagern!

    Da bitte nicht anziehen, bis Splintloch passt!

    Da wird nach Handfest mit den Fingern zurückgedreht, bis Splintloch passt!

    Bei konischen Bolzen z.B. Lenkung, wird ein Feingewinde verwendet, um das Splintloch sicher

    treffen zu können.

    Da wird nach Handfest mit Schlüssel weiter angezogen bis Splintloch passt.

    Vorbereitung Gesellenbrief, KFZ-Mechaniker 1979.


    Handfest bedeutet, man merkt, wenn die Mutter durch Drehung auch mit Hilfmitteln durch

    Handbedienung anstößt!

    Gruß Eicher

    Heinz Erhard :du: :

    Mit den Menschen ist es wie mit den Autos - Laster sind schwer zu bremsen.

  • hmmm, wenn man das Anzugmoment einer Hinterachse von über 80Nm als Handfest bezeichnen mag. Da hier die Anzugmomente oft einen "Bereich" abdecken, nutze ich hier gerne eher das untere Anzugmoment und drehe dann fester, bis es passt. Geht sicher auch anders herum...

    Bei Radlagern habe ich noch keine Kronenmutter gehabt, sondern meist eine dicke Sechskantmutter mit diesem Kronen-Blechüberwurf, die dann so positioniert werden kann, dass das Splintloch dann auch ohne Änderung an der Mutter passt. Dieser Überwurf hat ja mindestens drei Positionen, in denen er aufgesteckt werden kann und ich habe den Eindruck gehabt, dass dessen Splintöffnungen etwas versetzt sind, dass man fast immer eine Position findet, die passt

  • wenn man das Anzugmoment einer Hinterachse von über 80Nm als Handfest bezeichnen mag.

    Weiterdrehen
    Die häufigste in der Praxis angewendete Methode zur Ermittlung des Montagedrehmomentes ist die über die Messung des so genannten Weiterdrehmomentes. Dazu setzt…
    www.industrial-production.de


    Kann man sinngemäß bei der korrekten Anwendung mit Drehmoment.

    Gruß Eicher

    Heinz Erhard :du: :

    Mit den Menschen ist es wie mit den Autos - Laster sind schwer zu bremsen.

  • …den Link verstehe ich nicht, wollte hier jemand das Anzugsmoment kontrollieren?


    Aber komm doch einfach mal auf den Punkt und schmeiss nicht nur mit irgendwelchem mehr oder weniger passendem Hintergrundwissen und Links um Dich.


    Wo kommen bei Deiner SR Kronenmuttern zum Einsatz? Wirklich an der Abstützung der Bremsgrundplatte, so dass es hier Relevanz hat?


    Wie ziehst du eine (Kronen-)Achsmutter einer SR denn dann korrekt an und was machst Du wenn im ersten Anlauf der Splint nicht passen mag.

  • ...bei aller Liebe, ... die Radachse "handfest" anziehen ist Blödsinn! :411:

    Die Funktion der Kronenmutter ist einzig und allein, dass die Mutter nicht verlustig geht....und ob man nun vorwärts oder rückwärts dreht bis der Splint reingeht, ist doch Geschmacksache bzw. hängt auch von der jeweiligen Position zur Bohrung der Achse ab. Wenn Euch die Toleranz zu groß erscheint, kann man ja zusätzliche Bohrungen an der Achse anbringen... :ber:

    Ich hatte hier noch nie Sorge und bin ein bekennender "Weiterdreher" bei der Lochsuche... :409:


    Herzliche Grüße

    Mambu

  • Ja, so ist das, da die Radlager ja abgestützte Rillenkugellager sind.

    Die Radachse wird kräftig angezogen, von mir aus mit 80Nm, und weitergezogen bis das Splintloch passt. Die Folgen zu laschen Anziehens der Achsmutter sieht man gelegentlich auf der Rennstrecke, wenn bei den alten XT/SRen das Hinterrad dann irgendwann schief steht.

    Das alles hat aber nix mit der Momentabstützung der Bremsankerplatte zu tun. Da sitzt definitiv im Original KEINE Kronenmutter, und der Japaner hat vielleicht manchmal andere Konstruktionsgrundsätze als der deutsche Ingenieur. Deshalb zieht man die Mutter für M8 passend fest, der Splint verhindert das Verlieren, die Verbindung muss sich nicht bewegen können. WENN sie es tut, muss sie es möglichst spielfrei tun, weil es sonst rucken oder klappern kann. Durch festziehen ist das leichter zu erreichen.

    Gruß

    Hans

  • Ich denke mal meine hat tatsächlich seit 1979 die originale Verschraubung am Bremsanker.


    Bolzen wie schon beschrieben wurde, passend, dann eine schmale Mutter, die ja nichts halten muss und das Loch im Bolzen der den Splint aufnimmt, damit die Mutter im Zweifelsfall nicht verloren geht.


    Auch die XJ 650 von 1980 haben das so gelöst, da auch hinten Trommelbremse.

  • …den Link verstehe ich nicht, wollte hier jemand das Anzugsmoment kontrollieren?


    Die Radachse wird kräftig angezogen, von mir aus mit 80Nm, und weitergezogen bis das Splintloch passt.

    Genau darum ging es mir, denn das weiter drehen bis zum Splintloch ist in der Drehmomenttolleranz.


    Mit Kronenmuttern stehe ich insofern ein wenig auf Kriegsfuß, da diese dann ja immer etwas strammer angezogen werden müssen, wenn der Splint nicht so recht passt.

    Der Kriegsfuß ist unbegründet.


    So Schluß jetzt der Theorie ;)

    Gruß Eicher

    Heinz Erhard :du: :

    Mit den Menschen ist es wie mit den Autos - Laster sind schwer zu bremsen.

  • Auch das war wiedermal nicht die Antwort auf die eigentliche Frage, aber nun gut, das scheint Methode zu haben und ist hiermit auch von meiner Seite beendet…


    viele Grüße,

    Oliver …dem das ganze Themenfremde Dummgebabbel hier im Forum gerade so halbwegs auf den Sack geht und sich erstmal zurückzieht…

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    der eigentliche Sinn eines Kettenschutzes ist die Kette zu schützen, und zwar vor dem Reifen bzw. dem davon mitgezogenen Wasser und Dreck. Speziell bei älteren Crossern mit Stollenreifen hilft das die Kette dreckfrei zu halten, funktioniert aber ebenso…

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