Champagne(r)

  • Was ist Glück?

    Ende Oktober von der Haustüre aus mim Moppi in Urlaub fahren, ohne kalt & nass. Wir hatten die Erinnerung an eine Bank, auf dem nördlichen Marneufer, das für uns schönste Stück zwischen Ay und Chateau Thierry. Ein Picknick auf dieser Bank war unser Ziel. Der Wetterverlauf bescherte und diese Laubfärbung, und die D1 hat dort nettes Gefälle, also anrollen möglich! Das nehmen wir immer gerne mit.

    Vorher hatten wir in Chalons sur Marne, das sich den teureren Namen Chalons en Champagne gegeben hat, ein günstiges airbnb. Der Weg führte uns über Verdun, dann in den Argonner Wald, ich bin kein Militarist, aber oben auf der Höhe steht die hysterische Windmühle mit dem Schlachtfeld der Kanonade von Valmy. Ein Sturm im Mai hatte ihre relativ frisch erneuerten Flügel geraubt, man vermutet Billigholz aus Nordkorea als Ursache. Da liegt noch alles wild umeinander, ein Rechtsstreit mit der Baufirma?

    Der Hauptverkehr an der Champagner-Marne geht über das Südufer, und die D1 auf dem Nordufer ist Sahne zu fahren. Weiter nach Südosten über Vitry le Francois, eine Klasse Plaza, nichts los Ende Oktober, ein paar Eingeborene, die ratschen, ein geometrisch perfektes Quadrat mit Toren in die vier Hauptrichtungen.

    Die D13/D13A nach Joinville führt am See des Der entlang, ein trostloser Anblick, zig Quadratkilometer vertrockneter Seegrund. Die Départements Meuse, Marne, Haute Marne sind ein Moppi-Dorado: gute geschlungene Landstrassen, fast überall wieder 90kmh erlaubt und praktisch keine Passbildautomaten entlang der fast leeren Strecken. In Nomexy die obere Mosel gekreuzt Richtung Vogesen, wir hatten eine Bleibe in Gerardmer, zu Fuss zum See, zu Fuss in den Supermarkt und Anrollen am nächsten Morgen, die SR war vom Tau klatschnass, inklusive.

    Wer einmal da ist, MUSS danach auf den Col de la Schlucht und oben die Route des Crêtes fahren, und oben über 1000m war es deutlich wärmer als im Tal. Den Rückweg nehmen wir gerne über den Donon, die Quellen von Roter und Weisser Saar, eine Märchenlandschaft. Es ist dann ein Erlebnis, die Saar ganz hinabzufahren bis zur Mündung bei Konz, zu sehen, wie aus dem schmalsten Gebirgsbach in wenigen Stunden ein Fluss mit Schubverbänden darauf wird.

    Die Südeifel ist geprägt von den vielen mittleren Bächen wie Enz, Prüm, Nims und Kyll, die alle Nord-Süd fliessen und jeder hat seine schön kurvige Talstrasse, und es ist Rheinland Pfalz, da geht was!

    Nach 3 Tagen und 1250km waren wir wieder da, 1/4 Liter Öl und in St Avold für 1,51E Super getankt. Dreimal hat sie beim Antreten gezickt, aber irgendwie klappt es dann doch.

    Grüsse aus der Eifel

    Alexandra & maro

  • schön noch die Wärme ausnutzen :thumbup:


    Mach ich gerade auch am Kaiserstuhl....

  • Dank dir! Wunderschöne Bilder! Und die "Alte" darf ja auch mal zicken... ;)

  • Hey Maro,

    Deine Reiseberichte sind die besten. In lockerem Plauderton Fakten und Gefühle rüberbringen, begnadetes Auge für beste Fotos, breites Spektrum was du zeigst und sagst. Es freut mich ungemein für euch beide, dass ihr so cool und reduziert und dabei wie es scheint so genussvoll unterwegs seid.

    Mit den allerbesten Grüssen

    Peter

Recent Activities

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!