Schloss Batteriefach

  • Moin zusammen,

    wie es sich gehört, habe ich mich im Bereich "bin der Neue" vorgestellt.

    Mir ist eine SR 500 2J4 Bj. 83 zugelaufen. War von einem Freund, der das alte Schmuckstück gut 10 Jahre in einer Garage vergessen hatte.

    Jetzt steht sie bei mir und soll wieder auf die Straße gebracht werden. Da Original (soweit ich das beurteilen kann), soll dieser Zustand auch unbedingt beibehalten werden. Incl. Patina, die die Kleine eben auch gesammelt hat. Die Gute hat 27.800 km gelaufen und der Motor dreht.


    So habe ich Sie bekommen:



    Am Samstag habe ich etwas Zeit gefunden und mich um die Kleine gekümmert. Habe keinen Zeitstress bei der Restaurierung. Mache das so wie ich gerade Lust und Zeit habe. Tank + Sitzbank runter, Lufi-Kasten gelöst + Vergaser raus, Rohrgewürm am Heck runter (sah echt zum <X aus). Falls noch jemand das Teil haben möchte (Denfeld) kann das bei mir kostenlos abholen ;). Dann wollte ich die Batterie ausbauen. Schloss ist klar. Obere Einhängung (2 Laschen auf Gummi) + Gumminuppsi unten rechts auch. Vorne links hängt es aber am Schloss fest. Zuerst ging der Schlüssel gar nicht rein. Nach "Einlegen" in Öl/Rostlöser geht er jetzt rein und lässt sich ca. 1/4 Umdrehung drehen (in beide Richtungen). Spüre da keinen Widerstand (Feder?). Mal vorsichtig nach allen Seiten gezogen (alle anderen 3 Haltepunkte waren frei), aber immer noch keinen Erfolg. Nehme ich auch den richtigen Schlüssel? Lenkradschloss oder Zündschlüssel? Zündschlüssel geht erst gar nicht rein. Lenkradschloss ja, aber lässt sich nicht öffnen. Schloss sieht auch arg vermurkst aus. Gibt es noch einen Trick? An anderer Stelle habe ich im Netz gelesen, dass am Schloss unten eine Öffnung sein soll. Mit einem Nagel oder ähnlichem soll man dort den Mechanismus bewegen können. Richtig? Der ist sicher auch ordentlich festgerostet. Auch hier erst mal ordentlich in Öl eingelegt.


    So sieht Sie jetzt aus



    Nächste Schritte wären:

    - Vergaserrevision

    - neue Batterie

    - Spulen durchmessen

    - Bremse vorne kpl.

    - Tank (war leider nur halbvoll) Rost entfernen. Hält sich aber noch in Grenzen. Hätte schlimmeres erwartet.

    - Benzinhahn raus, reinigen und mit neuen Dichtungen wieder einbauen.

    - Ölwechsel mit Filter eh klar

    - Zündkabel sieht auch nicht mehr so gut aus. Wechseln.

    - Zündkerze sieht noch aus wie neu. Bleibt drin.


    So zumindest mal der Plan. Wir werden sehen, welche Überraschungen hier noch warten 8|


    Aber alles der Reihe nach. Zuerst mal Batteriefach!

  • :314: Dann muss ich schauen, wie ich den Zündschlüssel erst mal soweit in das Schloss bekommen.

  • Zündschlüssel erst mal soweit in das Schloss bekommen.

    Gut einölen, etwas warten. Eventuell klopfen. Viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn sollte dann den Deckel freigeben. Das Problem hatte ich vor kurzem auch und konnte es so lösen.

  • Hallo,


    Nur Geduld, diese Deckel wachsen nicht auf Bäumen, falls dir da was abbricht.


    Mir würde noch einfallen:

    - alle elektrischen Verbindungen lösen und mit geeignetem Schmiermittel (z. B. Kontakt 61, nicht 60!, Teslanol) versehen

    - neue Reifen

    - ordentlicher Schluck Öl in den ZKD zu den Nocken, oder Montagepaste, man kann auch richtig beölen, wie steht auf der tollen Seite von Motorrang

  • Bienen und Hummeln finden die Schloss-Schlitze auch ziemlich schick für den Nachwuchs und kleistern die meisterhaft zu. Citrusreiniger löst das, wenn auch nicht beim ersten Schubs, recht gut - Erfahrungswert, allerdings an anderer Stelle.

  • Der Schlüssel wird nicht komplett in den Schlitz geschoben, da habe ich mich auch erst gewundert.

    Also keine Gewalt anwenden!

  • Batteriefach ist auf. Mit Schlüssel nix zu machen. Luftfilter raus um von hinten dran zu kommen. Schloss ist durch ein Blech verschlossen (2 kleine Schrauben). Nach dem öffnen liegt der Mechanismus frei. Dort konnte ich dann mit einem Schraubenzieher den Mechanismus nach oben drücken. Schloss ist jetzt ausgebaut, da nicht mehr zu gebrauchen. Es war eine abgebrochene Messerspitze im Schlüsselschlitz (da hat der Vorbesitzer wohl schon mal ein Problem gehabt). Rausgeholt. Dennoch lässt sich das Schloss nur max. 1/8 Umdrehung drehen. Das ist wohl hinüber. Warum man dort ein Schloss einbaut, weiß wohl nur der Dipl. Ing. der das konstruiert hat (Batterie klauen? 8) ). Da kommt jetzt ein Lock-Buster von Kedo rein.

    Tank habe ich jetzt entleert. Sieht von innen so aus.



    Habe mich mal etwas eingelesen was man hier machen kann (Zitronensäure, chemische Keule etc.). Habe allerdings wenig Lust auf die ganze Panscherei. Würde max. das Thema Zitronensäure probieren. Hat das schon mal wer gemacht und würde das bei dem Schadensbild überhaupt noch vernünftig funktionieren?

    Wenn chemische Keule, dann muss das Zeug nachher ja auch wieder vernünftig in einen Behälter und entsorgt werden. Alternativ macht das der Fachmann WEMA Gelsenkirchen). Angebote für um 200 € (sandstrahlen + Innenversiegelung) scheinen mir fair und auch was dauerhaftes zu sein.


    Benzinfilter am -hahn sah so aus. Noch nicht wirklich schlimm, wie ich finde! Der Benzinhahn erhält dennoch mal eine Revision mit Rep-Kit von Kedo.

  • Also schon geklaut worden... :406:


    Ich sag mal so, für viele Leute ist es gut, wenn an gewissen Stellen des Motorrads ohne den Schlüssel keiner was manipulieren kann. Eine gewisse Skrupellosigkeit vorausgesetzt hilft das Schloss natürlich eh nix (also gegen Profis), aber der Gelegenheitsblödsinnmacher wird schon auf- bzw. abgehalten.

  • Da ist - wenn alles original - ein Dokumentenfach verbaut.

    Das ist drin. Also alles schön Orischinol!!!!! Baue mir das vorsichtshalber einen Tresor rein. :r:

  • Habe jetzt eine Bestellung bei Kedo aufgegeben. Diverse Teile werden benötigt um das Mopped erst mal an`s Laufen zu bekommen. Ölwechsel mache ich natürlich auch. Würde den aber gerne bei warmem Öl machen. Ob ich es wagen kann, den Motor mit dem alten Öl (ca. 10 Jahre alt) kurz warmlaufen zu lassen um danach einen vernünftigen Ölwechsel machen zu können? Öl ist am Peilstab gut flüssig und nicht eingedickt. Oder doch lieber Wechsel mit kaltem Öl und nach einigen Kilometern noch mal Ölwechsel?

  • Solange das Öl am Messstab nicht auffällig aussieht, genug Öl drin ist und Du den Motor nur warmlaufen lässt, also ca. 5 Min im Stand mit erhöhter Drehzahl laufen lässt, sehe ich da keine Probleme.

    Mit Motorrädern ist es wie mit Grog:

    Ein Zylinder muss, zwei Zylinder können, mehr Zylinder müssen nicht sein!

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