Ich fuhr (Rennen und auch sportliche Straße in Californien-Wetter) bereits mit 50er Öl, sehe aber im normalen Straßenbetrieb keinen Nutzen ganz im Gegenteil.
Von classicöl, je nachdem, rate ich ab da oftmals keine HP Additive drinnen sind die die nocke braucht.
Danke für Deine Vorsicht. Tiefer beschäftige ich mich mit Öl erst seit wenigen Jahren. Mein bisheriger Kenntnisstand ist, in vielen Classic-Ölen wird gerne Zink zwischen 1000 und 1400 ppm dosiert, was gut für den Verschleissschutz, auch Nocke, ist. Hat diese Aussage Bestand?
In moderneren Ölen darf nicht so viel Zink sein wegen der Schädigung des Katalysators.
Ich fragte auch nach SAE50, weil ich jetzt viele 20W50 systematisch durchgetestet habe und zu dem Ergebnis komme, dass die Angabe 20W50 wie auch an anderen Stellen der Technik eine "Nominalangabe" ist, die nicht das Tatsächliche 1:1 wiedergibt. Immer wieder messen Teste im Labor Öle nach und finden leichte, aber auch gravierende Abweichungen: zu dünn oder zu dick oder Spreizung der Viskosität stimmt nicht, da sitzen dann Marketingleute oder Kostenrechner dahinter...
Wenn ich bei mir ganz einfache praktische Versuche mache, stelle ich sofort Unterschiede fest. Ich nehme Öl der selben Temperatur, fülle eine hohe dünne Glasmensur mit Öl und lasse eine dicke Kugellager-Stahlkugel abwärts ins Öl gleiten. Dann misst man die Zeit, die die Kugel bis zum Boden braucht. Das ist das einfache Nachbilden von gebräuchlichen Prüfverfahren.
Dann begutachte ich das Geräusch von Kopf und Getriebe bei Betriebstemperatur, und stelle eine deutlich unterschiedliche akustische Dämpfung fest, also leises und lauteres Öl.
Wenn ich das bei der selben Aussentemperatur mache, oft habe ich 20 Grad, auf der selben Strecke, bei der selben Öltemperatur, also 70°, dann hört man schon Unterschiede.
Sahne ist / war elf V-Twin 20W60, aber das kann fast keiner mehr liefern, evtl wg zu viel Zink eingestellt?
Ansonsten vergleiche ich sechs verschiedene 20W50 mineralisch, die gut zu bekommen sind zu vernünftigem Preis.
Weitere Prüfkriterien sind Schaltbarkeit und sauberer Abbrand. Eine SR mit nicht mehr taufrischem Ölabstreifer braucht gut abbrennendes Öl, sonst darf man bald den Kopf abmachen und den Brennraum freischaufeln...
Ein 20W50 hat ein anderes Grundöl als ein SAE50, natürlich. Das Mehrbereichsöl erreicht bei hoher Temperatur die Viskosität 50 durch Additive, und diese Additive können sich im Gebrauch verbrauchen. Man braucht also parallel zur Neumessung eine Nachmessung nach einer definierten Belastung, dann sieht man das Abdriften der Eigenschaften / Viskosität. Seit über 30 Jahren mache ich den Ölwechsel beim Moppi nicht mehr nur nach Kilometern, sondern nach Gehör und Gefühl, hat immer funktioniert. Nach dem Ölwechsel die erste Fahrt durchs Dorf immer ohne Helm, damit die Ohren schön was erfahren. Ein grosser Stab an guten Laboranten und ein gut ausgestattetes Testlabor wäre noch feiner...
Ich habe ein 20W50, das schaltet gut, brennt gut ab, ist aber etwas zu laut /klapprig. Für solche Fälle möchte ich versuchen, mit zarter Zudosierung von SAE50 die Dämpfung zu erhöhen, ohne andere gewünschte Eigenschaften negativ zu beeinflussen. Ein SAE50 sollte weniger altern als ein 20W50.
So versuche, ich unsere alte Dame SR so gut über die Zeit zu retten, wie es mit kleinem Aufwand geht, und so lange die nur 0,25-0,5 lit Öl auf 1000 schlürft, sonst alles läuft, möchte ich sie zulassen.
Sofern das öl den notwendigen Gehalt an ZZDP (so hieß das wohl ltmE) beinhaltet sollte es kein Problem sein, notfalls Additive verwenden. Wobei bei Standard SR wahrscheinlich bissi Overkill.
Ansonsten öl von Royal purple, Redline, lucas oder mobile1, bzw motul oder auch glw. billig revtech für Harleys.
Wobei bei normalmotoren sehe ich jetzt nicht die brennende Notwendigkeit.
Rlg Christian
PS: beim Ventiltrieb gehorchen Harley anderen Gesetzmäßigkeiten da Roller Tappets, wobei ich aufgrund Flugreise net die Zeit hatte den Link von oldman (Schande über mich) zu lesen.
KTM Moppis hatten Schäden, weil die hydraulische Spannung der Steuerkette falsch lief.
KTM hatte offensichtlich ALLE Testläufe mit dem selben, empfohlenen Öl gemacht. Wer Öl später wechselte, die richtige Spezifikation ausgesucht hatte, gefahren, Schaden. Das Öl war halt ANDERS. Ich hoffe, ich transportiere da kein Jägerlatein, ansonsten bitte ich um Korrektur. Ich versuche, zu lernen, was nominelle Angaben können und was nicht.
bergige Grüsse
Rademacher
7 rote Autos
4 rote Moppis
rote Nippel, Kettenradschrauben, Schnellspanner, Sattelstütze, Lenkerband und Kurbelschrauben am Renner
ist halt meine Lieblingsfarbe, und 4 rote Koffer ebenso
Ja, das gab es mal bei den ganz alten Harleys und wahrscheinlich auch sonstigen Oldtimern.
Liegt aber eher daran, dass Mehrbereichsöle "in der Zeit" dieser Vehikel einfach noch nicht usus waren.
Heute ist ein 20w50 gerade für Luftgekühlte (die nicht gerade bei Minusgraden bewegt werden) eine super Wahl.
Ich habe zwar auch noch einen Liter 50w, habe diesen aber bisher nie angerissen. Meine Idee dahinter war, die durch Zerscheeren nachlassende Viskosität beim Nachfüllen damit wieder etwas anheben zu können.
Mischbar ist das untereinander im NATO-Raum produzierte alles (also quer durch alle Viskositäten, Hersteller, Synthesestufen, sogar 2- mit 4takt !). Ich schon seit über 30 Jahren Erfahrungen damit, nie negative. Dieses "ohje ohje, ich muss 500ml Öl nachfüllen, habe aber gerade kein Huppyfluppy Super-EX 08-16b 7,5w-32 mehr im Kofferaum"- Eingescheiße lässt mich bestenfalls noch etwas mit den Augen rollen.
Zu dieser Maßgabe gibt es eine spezielle Bestimmungen, die ich aber inzwischen nicht mehr finde. Hintergrund dafür war und ist, dass der Panzer nicht durch den technisch minderbegabten Gefreiten Pimpelhuber lahmgelegt wird, weil dieser eine Kanne falsches Öl eingefüllt hat.
Anfang der 90er hat mit das mal jemand mitgeteilt, der in der Mineralölwirtschaft tätig war. Damals gab es noch hier und da mal Schäden, weil sich das DDR-Öl nicht mit dem neuem Zeug vertragen hat.
Ich hatte neulich bei Polo einen 4 Liter Kanister Öl gekauft, weil meine Suzuki DR750 leider einen knappen Liter auf 1000 KM davon verbraucht. Ich hätte eigentlich nur 1L gebraucht, aber wo ich schon mal da war, habe ich gleich das größere Gebinde gekauft - Haben ist besser als Brauchen.
Die Verkäuferin war sehr bemüht, mir die Notwendigkeit eines baldigen Ölwechsels aufzuzeigen, wenn ich als Folge des Auffüllens dann Öle unterschiedlicher Provienz in der Suzuki fahren würde (ich weiß nicht mehr, welches Öl ich beim letzten Wechsel in die Suzuki gefüllt habe - bei mehreren Motorrädern verliert man schon mal den Überblick ..).
Die Schulung des Verkaufspersonals zum Thema Öl scheint jedenfalls intensiv darauf abzustellen, dass nur und ausschließlich eine Sorte Öl im Motor zu sein habe. Jedwede Mischung soll möglichst umgehend durch einen Ölwechsel mit einer geeigneten Sorte ersetzt werden.
Der SR gebe ich gern 20W50. Ich meine, sie klappert dann weniger als mit dünnflüssigerem Öl.
Die Schulung des Verkaufspersonals zum Thema Öl scheint jedenfalls intensiv darauf abzustellen, dass nur und ausschließlich eine Sorte Öl im Motor zu sein habe. Jedwede Mischung soll möglichst umgehend durch einen Ölwechsel mit einer geeigneten Sorte ersetzt werden.
Ja, die machen gerne die Pferde scheu. Genau wie die Typen, welche in diversen Foren jedes Jahr neu einen hochnotdringlichen Ölthread aufmachen.
Übrigens ist POLO mal wieder insolvent. Ich denke das wird sich im weiteren Verlauf nun wohl endgültig erledigen, so dass nur noch Louis übrig bleit.
Dann kann ich mir die Polocard-Punkte an den Arsch schmieren
Keine schlechte Lösung. Und mit Sicherheit zugfester als das glumperte Originalteil. Ich hätte diese Muttern allerdings selber auf "flach" bearbeitet, weil 11.- für zwei Muttern halte ich für unverschämt. Dafür hätte der Dreher von nebenan das…
Lifetime supply würde ich dazu sagen - ich hab glaub in meinem ganzen Leben noch keine halbes Dutzend Hauptsicherungen für Mopeten verbraten. Und sowohl meine XT als auch mein Gespann waren im Übernahmezustand elektrisch recht…
20A ist halt vorgegeben, 16A dürften aber bei normaler Verbraucher Austattung auch ausreichen. Versuch macht kluch. Im Zweifelsfall lässt sichs auch ausrechnen: A = W / V
Falls bei dir noch eine Glassicherung drin sind, macht es Sinn auf Flachsicherung…
Ach, hätte da gleich mal noch ne Frage! In der Yanaha buchen Reparaturanleitung ist das Motorrad mit 20Ampere abgesichert. Beim Kauf war eine 16er verbaut. Was meint Ihr, genügt 16 Ampere? PS. Hab mir gleich mal 20 Stück bestellt
Danke für die freundlichen Kommentare. Hatte die letzten 20 Jahre nur immer 4 Räder und wollte es noch mal mit einem Motorrad zum Schrauben probieren. Mein Vorbesitzer aus Marburg war ein super Typ, hat mich vermutlich nicht über's Ohr gehauen. Nun wäre…