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  4. Technik SR500 - Reifen, Fahrwerk, Rahmen, Bremsen

Gabelsimmerringe mit Metall verschmolzen; Federringe sind schon raus

  • RichiH
  • June 10, 2026 at 11:03 PM
  • RichiH
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    • June 10, 2026 at 11:03 PM
    • #1

    Ich habe jetzt mal in Ruhe die Gabeln auseinander genommen um eine komplette Revision zu machen und neue Federn einzubauen. Ist alles blitzeblank, alle Teile liegen bereit, aber...

    Der Vornachteil wenn noch fast alles original ist, ist das halt fast alles noch original ist.

    Nach 46 Jahren sind die Simmerringe fest mit dem Metall des Außenrohrs verschmolzen.. die Federringe habe ich schon durch das Material rausgezogen, aber selbst mit Cutter und Hakenset bekomme ich immer nur Kubikmillimeter entfernt. Erhitzen bringt leider auch nichts. WD40, Bremsenreiniger, Aceton, und Rostlöser auch nix.

    Die Suchfunktion bringt keine weiteren Ratschläge.

    Kann ich das Material irgendwie auflösen ohne das Alu zu beschädigen? Was wurde 1980 überhaupt an Material verwendet?

    Alternativ wollte ich eh demnächst zur Strahlkabine; rausstrahlen sollte ja gehen? Wobei da glaube ich ein Hinterschnitt ist; das wäre wieder eher doof.

    • Quote
  • RichiH June 10, 2026 at 11:05 PM

    Changed the title of the thread from “Gabelsimmerringe festgebacken” to “Gabelsimmerringe mit Metall verschmolzen; Federringe sind schon raus”.
  • Meister Z
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    • June 10, 2026 at 11:17 PM
    • #2
    Quote from RichiH

    Erhitzen bringt leider auch nichts.

    Dann war es nicht "heiß" genug... rausstrahlen kannst vergessen lieber ausbrennen...

    Gryzi, M.

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  • RichiH
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    • June 10, 2026 at 11:39 PM
    • #3

    Habe im Frust in Stufen bis zu 650C Heißluft drauf, das Öl hat gut gequalmt. Bringt nix. Den anderen nur bis 100C damit ich langfristig vergleichen kann.

    Das Material der Simmerringe ist einfach nach der langen Zeit kaputt und hat mehr Haftung zum Metall als strukturelle Integrität. Setze ich die Zange an reisse ich Stücke raus, aber der Rest des Materials bewegt sich nicht.

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  • Meister Z
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    • June 10, 2026 at 11:47 PM
    • #4

    Der Simmerring ist aus Gummi, nach der Zeit hart und versprödet, mit ausbrennen mein ich eine Flamme... nix Haarfön... mit 650°C... da kannst schon Gas und Flamme geben... bis das Alu schmilzt... :495:

    Gryzi, M.

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  • Meister Z
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    • June 11, 2026 at 12:14 AM
    • #5
    Quote from RichiH

    Setze ich die Zange an reisse ich Stücke raus, aber der Rest des Materials bewegt sich nicht.

    Stell die Gabeltauchrohre über eine Woche mit den Simmerringen nach unten in ein Gefäß mit Diesel... da wird der Gummi wieder weich...

    ausbrennen ist wirklich nicht schön (funktioniert aber) wer schon mal brennende Autoreifen gesehen hat, weis das des eine riesen Sauerrei ist... :344:

    Gryzi, M.

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  • RichiH
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    • June 11, 2026 at 6:51 AM
    • #6

    Ausbrennen würde ich in der Tat vermeiden wollen... Da probiere ich definitiv davor das alles rauszustrahlen.

    Der Gummi ist nicht spröde. Er ist weich und flexibel. Allerdings klebt er so fest am Metall, dass ich ihn nur in Fetzen rausgerissen bekomme.

    Wenn es wirklich echter Gummi ist ist der weniger chemisch stabil als moderne Elastomere. Da suche ich auch mal.

    Nehme aber weiter gerne jeden Input.

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  • Tscharlie
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    • June 11, 2026 at 7:17 AM
    • #7

    Zwei Ideen.

    Wenn das noch weich und flexibel ist und das ja ein Problem, dann wäre vielleicht Kälte hilfreich um das zu verhärten damit es besser abzulösen ist. Passt das Rohr wohl in eine Tiefkühltruhe?

    Was auch noch eine Idee ist, das wäre tatsächlich einfaches Pflanzenöl, wenn das Gummi ist wird es nicht helfen, wenn es eine Acrylmischung ist, könnte es helfen, aber leider würde das dann noch ekeliger kleben, könnte aber angelöst werden.

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  • Mambu
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    • June 11, 2026 at 7:19 AM
    • #8

    Hi Ritchie,

    also wenn ich das so lese, kommt bei mir die Vermutung auf, dass Du nur an der Dichtlippe rumzupfst.

    Der Gabelsimmering besteht ja aus einem Stahlgrundkörper, der in der Tat mit dem Elastomer verbacken ist. Du musst also mit einem geeigneten Werkzeug unter den Stahlring kommen um ihn raushebeln oder abziehen zu können. Nur am Gummi zerren, bringt nix.

    Falls meine Vermutung falsch ist, liegt es trotzdem am falschen Werkzeug.

    Standrohre im Ofen Gesamthaft auf 120°C erhitzen und dann einen Innenabzieher ansetzen...das sollte helfen.

    Dass die Simmeringe derart fest sitzen, dass sie trotz Abzieher und Hitze nicht rauswollen, hatte ich bislang noch nie.

    Herzliche Grüße

    Mambu

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  • Nobby
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    • June 11, 2026 at 7:22 AM
    • #9

    Besser die Tauchrohre in den Ofen packen.

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------

    Better Motörhead than dead!

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  • tecuberlin
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    • June 11, 2026 at 8:22 AM
    • #10

    Falls kein Innenabzieher zu Hand, sollte es auch mit der Spax-Schrauben-Methode klappen, meist reicht es eine Schraube 2-3mm neben die äußere Kante in den Wedi zu drehen, um ihn dann mit einer Zange rausziehen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, kannste noch Hebeln, kleines Montiereisen, zur Not großer Schraubenzieher. Dabei die Auflagefläche vorm Vergriessgnaddeln schützen.

    Beste Grüße, Torsten.

    Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es!

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  • Lindi54
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    • June 11, 2026 at 8:25 AM
    • #11

    Ich nehme dafür einen Reifenmontierhebel. Dessen abgerundete Spitze sollte nicht verkratzt sein, und zwischen Hebel und Rohrkante ein Stück Leder oder einen alten Handschuh. Mit einem kurzen Ruck sollten sie kommen. Vorher Rohre oben erwärmen.

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  • tecuberlin
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    • June 11, 2026 at 8:26 AM
    • #12

    Übrigens, falls du es noch nicht kennst:

    motorangs BUCHELI-Projekt

    …im Bucheli-Projekt vom motorang sind eigentlich alle Problemlösungen zur SR-Schrauberei zu finden.😉

    .

    Beste Grüße, Torsten.

    Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es!

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  • RichiH
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    • June 11, 2026 at 2:38 PM
    • #13

    Bucheli habe ich und Bucheli-Projekt kenne ich, danke!

    Nachdem ich eh auch das Lenkkopflager neu machen muss hatte ich schon nach Abziehern geschaut. Will ich eher was mit Gleithammer oder mit Gewinde?

    Könnt ihr einen Hersteller/Modell empfehlen? Soll schon was taugen, aber 800€ von Kukka ist natürlich utopisch.


    Habe mit Magnet geprüft, habe wohl wirklich am Stahlgrundkörper rumgemacht. die Federringe sind ja schon raus also muss das anderes Eisen sein. Das ist "positiv" weil es dann ja doch noch klappen kann. Schraubendreher und Reifenmontierhebel (mit Holz unterlegt) haben bisher nichts gebracht, also mache ich das nochmal schön heiß wenn ich nen Innenabzieher habe.

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  • tecuberlin
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    • June 11, 2026 at 3:15 PM
    • #14

    Hallo Richard,

    es scheint als ob du die neuen Wedis noch nicht da hast. Deren Dimensionen sollten dir zeigen woran du gerade rummachst. Die Feder ist lose aufgespannt und nicht als Zwischenerfolg wertbar. Du musst den metallischen Grundkörper in Bewegung bringen.


    Beste Grüße, Torsten.

    Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es!

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  • RichiH
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    • June 11, 2026 at 3:49 PM
    • #15

    Ich habe alles neues Material da, aber zumindest in den neuen sieht man nur die Federn, kein anderes Metall. Der Querschnitt hilft, danke!

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    rademacher
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    • June 11, 2026 at 4:21 PM
    • #16

    Festsitzende Gabel-Simmerrige habe ich immer mit einem einfachen, aber guten Längsschlitzschraubendreher ausgehebelt. Das Material muss gut sein, die Klinke dünn und dann schnell konisch dicker werden. Man braucht Gefühl und Geduld, immer neu ansetzen, den Angriff 90° rotieren lassen von Versuch zu Versuch, die Klinge so flach wie möglich ansetzen und das gegenüberligende Ende des Tauchrohres / Dichtringes als Anschlag / Gegenhalt nutzen. Zuerst tut sich gar nichts, oft genug wiederholen, bis sich mit wachsender Hebelkraft irgendwann doch etwas tut. Allerdings muss ich gestehen, solch biblich lange Standzeiten hatte ich nie.

    Es KÖNNTE sein, dass der Blechkern ein Korrosionsproblem hat mit Aufblühen / Volumenvergrösserung. An DIESER Stelle habe ich das noch nicht durchgeführt, aber wenn Stahl in Alu festgegammelt ist, kann Schwefelsäure helfen. Schwefelsäure mit Salpetersäure passivieren das Alu und lösen den Stahl, vielleicht reicht handelsübliche Batteriesäure. Mit KONZENTRIERTER Schwefelsäure kann man Eisen entrosten, konz Schwefelsäure wird technisch auch in Eisenfässern transportiert.

    Doch zuerst wünsche ich viel Glück mit dem "Abzieher für Arme" sprich Schraubenzieher.

    bergige Grüsse

    rademacher

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  • tecuberlin
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    • June 11, 2026 at 4:38 PM
    • #17

    Jetzt nochmal, sicherheitshalber nachgefragt: Den Sicherungsring und evtl. die Distanzscheibe über dem Wedi hast du entfernt?

    Beste Grüße, Torsten.

    Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es!

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  • Tenere1
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    • June 11, 2026 at 4:53 PM
    • #18

    Wie Lindi54 geschrieben hat es auch bei mir bisher immer mit dem Montierhebel geklappt,

    allerdigs unterlege ich den Hebel auf dem gegenüberliegenden Rand des Tauchrohrs mit

    einem abgewinkeltem Kunststoffhebel aus einem Montierhebelset wie es für PKW Interieurarbeiten

    gebräuchlich ist. Das hat den Vorteil dass die eingesetzte Energie nicht zum Teil verpufft weil der

    Druck das Leder oder den Handschuh komprimiert.

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  • RichiH
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    • June 11, 2026 at 4:58 PM
    • #19

    Ja, Sicherungsring und -scheibe sind raus.

    Ich probiere das jetzt nochmal. Und falls es nicht klappt fahre ich morgen nach dem Besuch in der Strahlkabine bei meinem Autoschrauber vorbei und leihe mir kurz dessen Innenabzieher.

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  • RichiH
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    • June 11, 2026 at 6:12 PM
    • #20

    Es ist vollbracht. Über Nacht hatte ich alles mit WD40 eingesifft und einwirken lassen. Heißluftpistole 200C, direkt auf den Simmerring, langsam drehen, mit Montierhebel rundum gehebelt, als Schutz der nicht verrutscht habe ich eine Zahnbürste mit Borsten nach unten untergelegt.

    Danke an alle!


    Noch als zweiter Tipp: die Außenrohre habe ich innen mit einem 6er Rundpinsel sauber gemacht. Dämpfer (Nummer 12 in Explosionszeichnung) hinten auf den Griff aufgeklopft und der Pinsel hat die perfekte Länge.


    Jetzt muss ich noch irgendwie die Kupferscheibe (Nummer 25 Explosionszeichnung) aus dem rechten Außenrohr kriegen, strahlen, und dann wieder alles zusammenbauen.

    Falls wer da auch noch nen Tipp hat.. Haken für Dichtungsringe hat keinen Angriffspunkt gefunden. Kupfer hat ja den niedrigeren Temperaturausdehnungskoeffizient, also muss das eher kalt als warm gemacht werden oder?

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