Es beginnt so: Die Meteorolügen hatten uns 4 trockene, warme Tage versprochen, also SR gesattelt und aufi gehz. Gerne fahren wir durch die Eifel auf die Nordspitze von Luxemburg, dort gibt es die N12 nach Südwest, die schön auf Lux-Gebiet bleibt bis hinter Heisdorf, dort saugen wir uns nochmal zu Lux-Tarifen voll und abbiegen nach Bastogne. Die Plaza ist gewohnheitsmässig Zwischenstop für Kaffee und Brote, aber in der Saison ist man dort nicht allen, gnadenlos vollgeparkt, nun, wir möchten ja auch dahin. Die Landstrasse nach Florenville ist ruhig, auch weil die Autobahn lange Zeit parallel läuft. Wir geniessen den Süd-Abstieg aus den Ardennen, die Landschaft wird lieblicher, das breite Tal der Chiers, ein alter Fernverkehrsweg parallel zur Maas, der heute durch die frz A4 entlastet ist.
In Sivry an der Maas hatten wir für 2 Übernachungen ein total schnuckeliges airbnb, liebe Gastgeber und herzliches Ambiente. Unser Plan war, am Folgetag einen Rundkurs durch den wunderbaren Argonner Wald an die Marne zu den Weinbergen der Champagne, besonders das Nordufer zwischen Epernay und Verneuil. Man könnte ewig weiterfahren bis Chateau Thierry, aber dann wird der Tag zu kurz. Ein Stück zurück auf dem Südufer, das räumt besser, südwestlich an Chalon vorbeigemogelt, die D2 bis Vitry le Francois, dort haben wir auch einen traditionellen Rastplatz auf der Plaza, und Vitry zeigt, wie man grosse Plätze ansehnlich hält und die Gastronomen trotzdem Gäste haben.
Es gibt eine gewundene Landstrassenverbindung, die man sich vorher aus Modulen zusammenbasteln kann, diagonal nach Verdun durch die weitläufigen Felder der Argonnen, Navis und Routenplaner liefern das nicht ab, alte Strassenkarten zeigen das gut. Verdun hat "tous commerces", aber auch beim lidl ist das Dosenbier noch 30ct teurer als beim D-lidl. Die Maas hinab wieder in die Bleibe in Sivry.
Wir fahren gerne über Montmedy und Virton, die Ardennen wieder hoch, über Habay nach Martelange. Ein Schmankerl ist die alte gerade Strasse direkt durch den Wald, von der man in Habay den Einstieg finden muss, aus verständlichem Grund keine Ausschilderung, die Eingeborenen nutzen das. Die obere Sauer ist ein Traum und total ruhig, selbst in der Saison. Man kann unterhalb von Goebelsmühle rüberhüpfen vom Tal der Sauer an die Our, um Diekirch zu sparen, über Merscheid nach Untereisenbach, auch das ist Kleinstnavigation für den, der es mag, Strassen die nur für SR gebaut wurden. In Dasburgerbrück ist für uns die letzte Lux-Tanke, 40ct günstiger als bei uns, am Schwarzen Mann vorbei wieder nach Hause. In 3 Tagen waren das ca 1000 km, etwas Öl nachgefüllt, ansonsten ist die alte Dame brav gelaufen. Wir lieben Touren aus 3/4 alter und 1/4 neuer Strecke und freuen uns über jedes Jahr, wo die Knochen das noch hergeben.
Grüsse aus der Eifel
Alexandra & maro