Posts by oldman

    ...Endspurt


    >>> Position und Einstellung der Schaltung <<<


    Als nächstes montieren wir das Schaltsegment und bringen die Schaltklinke von unterhalb zwischen den Stiften der Schaltwalze in Position.



    Zum Schluß setzen wir noch die Schaltwelle ein (Wellendichtring, U-Scheibe und Sicherungsclip auf der Ritzelseite nicht vergessen!).



    Erklärungen dazu:


    Rot - Darauf achten, das die beiden Verzahnung in Mittelstellung positioniert sind.


    Grün - Falls die Einstellung des Excenterbolzen nun auch korrekt ist sehen wir eine Übereinstimmung...


    Gelb - ...bei den Markierungen von Schaltwalze und Schaltklinke.


    Bei Abweichungen und zum Nachjustieren, einfach das Sicherungsblech und die Kontermutter des Excenterbolzens lösen und den Excenterbolzen mit Gefühl soweit verdrehen bis die beiden gelben Markierungen, wie auf dem obigen Bild zu sehen, in einer Flucht stehen. Schließlich die Kontermutter wieder festziehen und das Sicherungsblech anlegen.


    Damit ist die Schaltmimik für den 2. Gang bestmöglich eingestellt und verspricht auch für alle anderen Gänge ein sauberes Schaltverhalten.


    Für einen Funktionstest montieren wir zunächst noch den Schalthebel, drehen mit einer Hand kontinuierlich die Eingangswelle und nach kurzem Druck auf den Hebel sollte das Getriebe in die Leerlaufstellung schalten...


    Leerlaufstellung der Schaltwalze


    Hinweis: Zur Prüfung lässt sich bei drehender Eingangswelle, die Ausgangwelle mit der anderen Hand festhalten ....Leerlauf halt ;)


    Alle anderen Gänge sollten sich ebenfalls locker, rauf und runter durchschalten lassen. Nach erfolgreichem Test nicht vergessen, die noch handfeste Arretierschraube mit dem erforderlichen Drehmoment (18Nm) nachzuziehen.


    Erfolgreiche Montage

    :ber:


    Zum Abschluß noch der Hinweis:


    - Meine Ausführungen sind als ergänzendes Hilfsmittel gedacht ...bedeutet also nix anderes, wie Anwendung auf eigene Gefahr !

    ...nun brauchen wir nur noch beide Schaltgabeln in Richtung der Walze zurückschwenken, die Mitnehmerstifte in den Führungsnuten ansetzen und die Schaltschienen durch runterdrücken in den Gehäusebohrungen festsetzen.




    ...ist alles korrekt verbaut, dann schaut's so aus...


    Zur Fixierung der Schaltwalze benötigen wir die Arretierschraube. Diese haben wir im Vorfeld zum Reinigen ebenfalls zerlegt. Es ist erstaunlich wieviel Schmutz sich in deren Tiefe auf Dauer so ansammelt.



    Hinweis: Die Schraube wird mit einem Fiberring in passender Größe eingesetzt.


    Bereits locker eingeschraubt, an der Kurvenschaltscheibe anliegend, wird zuverlässig verhindert das sich die Schaltwalze verdrehen kann. Wenn bis hierher alles beachtet wurde, befinden sich die Getriebezahnräder nun in Stellung "eingelegter 2. Gang".



    Vor dem Zusammenfügen der Gehäusehälften, gehört nach Vorgabe von Yamaha noch eine Anlaufscheibe, die in SR Kreisen benannte "Verlustscheibe" auf die Eingangwelle.



    Hinweis: Es hat sich über viele Jahre bewährt diese nicht mehr zu verwenden. Dadurch wird im späteren Betrieb ein Aufreiben der Scheibe und dem damit verbundenen Lösen der Kupplungszentralmutter vorgebeugt. Ein durch die Spanbildung der Scheibe möglicher Schaden am Getriebeeingangslager wird ebenfalls verhindert. Eine fehlende Scheibe hat nach bisherigen Erfahrungen keinen Einfluß auf die spätere Funktion.


    In diesem besonderen Fall sollte jeder für sich selbst, eine passende Endscheidung treffen!


    Ansicht nach dem Verschließen des Gehäuses


    Hinweis: Zum jetzigen Zeitpunkt muss sich beim Drehen der Eingangswelle die Ausgangswelle kraftschlüssig mitdrehen!


    Bis gleich...

    Weiter gehts...


    Beschäftigen wir uns mit den Schaltgabeln. Diese sollten an den Gabelenden weder große Abnutzungen zeigen noch verbogen sein, aber leichtgängig und spielfrei auf den Schienen sitzen. Auf etwaige Grate an den Enden der Schaltschienen achten und diese ggf. entfernen!



    Hinweis: Alle vier markierten Sicherungsscheiben müssen vorhanden sein!


    Hinweis: Die Mitnehmerstifte lassen sich zur Tiefenreinigung entnehmen!



    Die Gabeln werden einfach von unterhalb der Getriebewellen in den Nuten der entsprechenden Gangräder angesetzt. Sollte das nicht auf Anhieb klappen, einfach das entsprechende Gangrad ein wenig verdrehen und/oder axial verschieben.


    Blick auf die Eingangswelle


    Blick auf die Ausgangswelle


    Damit für den späteren Einbau der Schaltwalze noch genügend Platz verbleibt, werden die Schaltschienen anschliessend einfach nach rechts/links zur Seite geschwenkt.



    Nun kommen wir zur Schaltwalze. Auch hier erst wieder eine kleine "Wie und wo" Übersicht.



    Hinweis: Auf das Vorhandensein der Paßscheibe achten!



    Die Schaltwalze wird einfach in der Lagerbohrung plaziert.


    Hinweis: Hierbei und im gesamten weiteren Verlauf darauf achten, das sich die Kerbe (Einstellmarkierung für den 2. Gang) auf der Walze immer ungefähr in der "halb sieben Uhr" Stellung befindet!


    Gleich gehts weiter...

    Hallo Leute,


    heute ein Ausflug ins Motorinnere oder besser zur Reihenfolge bei der Montage der Getriebewellen und der zugehörigen Schaltmimik.


    >>> Vorbereitungen <<<


    Bevor es an den Zusammenbau geht, sollten alle Teile penibelst gereinigt und auf eventuellen Verschleiß oder Schäden untersucht werden. Je nach Befund die entsprechenden Teile entweder, soweit es möglich ist aufarbeiten oder konsequent austauschen. Gründlich- und Sauberkeit an der Stelle ist das A und O.


    Beispielansicht nach Blockspaltung...


    ...und nach einer Reinigung. Alle benötigten Lager sind bereits geprüft und verbaut.


    Zur einfacheren Zuordnung der Teile aber erstmal noch eine Übersicht "Wo kommt was hin, welche Bohrung usw...."


    Linke Gehäusehälfte


    Rechte Gehäusehälfte


    Beide Getriebewellen sind innen hohlgebohrt und haben, wie man auf dem Bild gut erkennen kann, zur Ölversorgung der Gangräder an verschiedensten Stellen zusätzliche Bohrungen, welche sich auch gerne mal mit Schmutz zusetzen.



    In den meisten Fällen bedarf es aber keiner Zerlegung der Wellen, es reicht diese einfach innen mehrmals mit Bremsenreiniger zu spülen und danach mit Druckluft durchzublasen.


    >>> Einbau <<<


    Der Übersichtlichkeit halber, habe ich bewußt auf die Kurbelwelle und allen weiteren Bauteile verzichtet ...aber gehen wir Schrittweise an die Sache ran.


    Hinweis: Auf den Bildern nicht zu sehen ...vor und während er einzelnen Montageschritte sollten alle beweglichen Stellen und Teile immer gut eingeölt werden!


    Das Zusammenstecken der einzelnen Komponenten erfolgt in der linken Gehäusehälfte. Zunächst schrauben wir noch den Leerlaufschalter an seinen Platz.


    Beide Getriebewellen lassen sich nur zusammen einsetzen, dazu einfach die Wellen parallel und mit fluchtenden Gangrädern zusammenhalten und gleichzeitig in die beiden Lager schieben. Dabei auf die kleine Anlaufscheibe bei der Eingangswelle achten!



    Hinweis: Die gelben Pfeile zeigen die Nuten, wo später die Schaltgabeln ihren Platz finden.


    ...jetzt sollte es wie folgt auschauen


    Hinweis: Auf den Gummi Verschlußstopfen der Ausgangswelle achten! Falls dieser fehlt ist die kontinuierliche Ölversorgung der Gangräder und auch des Kickstarter Zwischenzahnrades nicht gewährleistet!


    Fortsetzung folgt...

    Hallo Leute,


    im Zuge einer Recherche bin ich darüber gestolpert das in der Zeichnung "Schaltgabeln u. Schaltwalze" die Gewindegröße der Arretierungsschraube von mir leider nicht korrekt angegeben war. Das ist nun berichtigt, die Zeichnung liegt in Version V2.1.6 vor.


    Ebenfalls sind beide Lichtmaschinen Zeichnungen beim Polradabzieher um die Bemerkung "zusätzlich Druckstück verwenden" ergänzt.


    Viel Spass

    Hallo Uwe,


    bin da ganz beim Hiha, kleben oder irgendwelche anderen Experimente tät ich an der Stelle auch nicht machen wollen.


    Falls da nur eine Nase vom "Krakenblech" verbogen ist, tät ich es vorsichtig mitt zurückbiegen versuchen. Wenn sich dabei auch nur kleinste Risse auftun oder ein Teil fehlen sollte, kann ich nur empfehlen das Blech gegen ein intaktes zu tauschen. Das lösen der Schraube gestaltet sich manchmal ein wenig schwierig, ist aber mit blockieren der Schaltwalze über eine gepimpte Arretierschraube machbar. Ich tät auch mal schauen ob die Stifte eventuell Macken haben. Aber warten wir erstmal ab was die weitere Zerlegung zu Tage fördert.

    Nimm mal die Ölwanne runter und schau ob sich da noch irgendwelche anderen Reste der Schaltwalze finden. Danach die Schaltwelle und Schaltsegment entnehmen damit der Blick auf die Schaltwalze frei wird.


    Bild steht auf dem Kopf, aber so sollte es ausschauen!

    ...das hört sich doch mal prima an ...ein Nordrun :yl:


    Ich bin ja mal gespannt wer sich sonst noch so auf den Weg macht. Hmmm, mir fällt gerade auf, von der KickerTruppe rund um den Berg haben wir bisher überhaupt noch nix gehört...


    Wünsche trotzdem schonmal Allen eine gute und lockere Anfahrt :ber:

    Sorry, die Bilder sind für mich leider nicht aussagekräftig. Ich täte gerne, genau in dieser Situation...


    &thumbnail=1


    ...ein Foto vom Zylinderkopf sehen, aus Richtung Steuerkettenschacht aufgenommen, wo die Nockenwelle und die Ventilschäfte gemeinsam drauf zu sehen sind. Und eines wo der Kipphebeldeckel auf dem Kopf liegt.


    Ist der Motor im Vorfeld bereits gelaufen? Falls ja, kann ich mir nix anderes wie einen Denk- oder Montagefehler vorstellen.


    Denke auch, du hast gerade mit dem Hilfsangebot von XTheo einen Joker gezogen :thumbup:


    Im übrigen fände ich es für eine Fragenbeantwortung hilfreicher, wenn so Infos wie "andere Nockenwelle" und "geänderte Kipphebel" nicht erst so nach und nach eintrudeln :/

    ...kannst du dein vorgehen „angüsse entfernt“ genauer schrittweise schildern?


    :666: Hier mal noch eine kleine Anleitung...


    Hallo Leute,


    weil es immer mal wieder Nachfragen zu dem Thema gibt...


    Für eine Reparatur hat sich nachfolgende Vorgehensweise seit vielen Jahren dauerhaft bewährt. Diese lässt sich auf der Werkbank aber auch ohne Ausbau des Motors vornehmen.


    Zuerst einmal die Lichtmaschine ausbauen, die Undichtigkeit/en lokalisieren und die ganze Fläche mit Bremsenreinger vom Öl befreien.



    Je nach Herangehensweise den Wellendichtring und/oder Lager und den Kurbelstumpf abkleben. Danach mit Dremel und Kugelform Frässtift einen Teil der alten Vergußmasse entfernen. Dabei ruhig mit dem Frässtift ein wenig in die Tiefe gehen und das Material rund um die Bohrung bis auf's blanke Alu anfasen ...und wenn man schon einmal dabei ist, täte ich immer alle drei Bohrungen freilegen.



    Im nächsten Schritt das Fräsmehl ausblasen und nochmals alles reinigen, dabei die drei Stellen bis in die Tiefe sorgfältig entfetten. Zum Verschliessen hat sich bei mir "JB-Weld" Exposid Kleber (die klassische Version, kein Quick oder was es sonst noch gibt!) bestens bewährt. Nach dem Anrühren einfach in die Vertiefungen einbringen, diese ganz auffüllen und oben ein wenig abziehen. Das Zeug ist recht fließfähig und verteilt sich quasi von selbst. Beim Auftragen auf senkrechter Fläche muss man während der ersten Minuten ein wenig nachmodellieren, dadurch wird verhindert das der Kleber nach unten wegläuft.



    Zum Aushärten dem Kleber gute 24 Stunden Zeit lassen. Fürs Auge alles noch ein wenig überschleifen, lackieren ...fertig



    Gutes Gelingen!

Recent Activities

  • Mambu

    Replied to the thread Hallo aus Lippe.
    Post
    ...Männer, Ihr müsst richtig lesen und schauen, ...der Meik hat die Strebe doch schon längst üum die Längsachse gedreht... ;) :456:  :411:

    Herzliche Grüße
    Mambu
  • Karl

    Replied to the thread Hallo aus Lippe.
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    […]

    nicht ganz, denn wenn man die bremsstrebe falsch montiert, dann kostet das zumindest bei meinen 2j4 der ersten serie merklich platz bei der freigängigkeit des reifens.
    es gab über die jahre auch verschiedene schwingen mit verschiedenen positionen der…
  • Meik the mechanic

    Replied to the thread Hallo aus Lippe.
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    Das dürfte gehüpft wie gesprungen sein Mopedmann :666:
    Komischerweise war das schleifen am Hinterrad danach weg.
    Es ist natürlich ein 120er Reifen und kein 129er :bus:
    Schreibfehler passieren nun mal :406:
  • Mambu

    Replied to the thread Welcher Oring am Ölfiterdeckel ?.
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    Danke fürs Messen!

    Deine Erkenntnisse decken sich zu 100% mit meinen.
    Ich denke der Sponsor-O-Ring ist ne Nummer zu groß und dichtet nicht zuverlässig.

    Herzliche Grüße
    Mambu
  • Mopedman

    Replied to the thread Hallo aus Lippe.
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    Ich hoffe nicht, das Michael der Mechaniker die Bremsstrebe falsch herum montiert hat.
  • oldman

    Replied to the thread Welcher Oring am Ölfiterdeckel ?.
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    Aus der Schrauberbude...

    bei verschiedenen Ablaßschrauben den Schaft gemessen, die Maße differieren und liegen zwischen 6,92 - 7,01mm. Der Dichtsitz im Kupplungsdeckel wo der O-Ring seinen Platz findet hat einen InnenDurchmesser von 11,52mm und eine…
  • Mopedman

    Replied to the thread Schloss Batteriefach.
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    Ich entferne das letzte Wasser mit Spiritus, rausschütten, dann Benzin E5 rein, dann hat man nicht mal E10, dann gibts auch keinen Flugrost. Oder vorher mit Öl ausschwenken. Die Manschette mit nem dünnen Kabelbinder befestigen.
    Manchmal frag ich mich, was…
  • Mopedman

    Replied to the thread Tachowelle macht Geräusche.
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    Wenn man denn Reedkontakt rausnimmt, kann man gut die erste Umlenkung des Km-Zähler ölen, und nen bisschen Öl reinkippen, die Schwerkraft lässt das durch die Buchse laufen, das schmiert die Lagerung, damit es nicht wieder quietscht. Zeig mal wie das…
  • Mopedman

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    Ich mach das Schutzblech ab, leg ne Holzlatte jeweils senkrecht an den Reifen ran, dann kommt der große Hammer, dann passtˋs!
    Danke an euch für die Info.
  • Mambu

    Reacted with Like to oldman’s post in the thread Welcher Oring am Ölfiterdeckel ?.
    Reaction (Post)
    Heute ist Zeit, ich geh gleich auch mal messen...