Posts by Tobster

    Marokko mit der SR500


    Tag 20, 24.10.2021


    So runtergekommen wie das Zimmer ist, so genial gut ist das Bett. Ich wache gerade noch rechtzeitig auf um ein Frühstück zu bekommen, es ist schon fast halb zehn.

    Herrlich mal nicht fahren zu müssen. Ich vertrödel den Tag , schaue anderen mit hochgelegten Füssen und einem Bier in der Hand beim crossen auf der Düne zu. Andere mieten sich ein Kamel (korrekter Weise sind es Dromedare) und lassen sich mit Snowboards und Skiern möglichst weit hoch bringen um Ihren Spass zu haben.

    Alles nicht meins und ich geniesse einfach mal wieder den Tag mit netten Gesprächen und herumlümmeln in der Wüste.

    Asmir ist Bosnier und fährt die Rallye mit einem Daihatsu Cuore mit. Unglaublich was die kleine Karre aushält und geschont wird sie sowieso nicht. Meines Wissens nach hatte Asmir nicht eine Panne.

    Da er sowieso nochmal zu einem Geldautomaten muss (es gibt in Merzouga exakt zwei) bitten wir Ihn, nochmal beim Hotel vorbeizuschauen und Wein und Bier mitzubringen. Er kommt der Bitte gerne nach und der Nachmittag geht so langsam mit etwas Partylaune in den Abend über.

    Wenn man dem Betreiber des Rose de Sable ( so der Name der Herberge) etwas Vorwerfen kann , so ist es jedoch nicht das Essen. Das Büffet am Abend quillt über und es wird immer reichlich nachgelegt. Das Essen hier ist superlecker.

    Trotzdem geht es relativ früh ins Bett, wir wollen früh los, spätestens um sieben Uhr, jedoch auf jeden Fall mit dem ersten Tageslicht. Es steht wieder eine Zweitagesetappe an und wir wollen etwas Kilometer machen. Wohl auch wissend , daß die Reise so langsam sich zum Ende neigt.

    Josef quartiere ich bei mir im zweiten Bett ein, er möchte sein Zelt nicht im Dunkeln abbauen müssen.

    Marokko mit der SR500


    Tag 19, 23.10.2021


    Es gibt in dieser wunderschönen Kasbah natürlich ein wunderschönes Frühstück und erst jetzt sehen wir von der Terrasse herab wo wir eigentlich sind. Es war ja dunkel am Vorabend. Wir schauen fasziniert auf ein schmales aber grünes Tal herab, die Ruhe und die Morgenluft sind der pure Genuss. Als plötzlich wieder ein Muezzin losplärrt.

    Schnitt und Ende.

    Manfred wünscht sich ausdrücklich mehr Offroad , deswegen sei er ja schließlich hier. Niemand möchte ihm dabei im Weg stehen und Josef schliesst sich ihm an. Gerhard und ich passen fahrerisch immer noch ganz gut zusammen und so sind die Tagesteams schnell gefunden.

    Das Ziel ist Merzouga. Dünen. Goldgelb, kitschig und doch total real.

    In Merzouga angekommen kann man schon die ein oder andere Düne bewundern, trotzdem sollte man niemals die Strasse aus den Augen verlieren.

    Es ist wieder richtig übel heiß und wir kommen durchgeschwitzt in der Herberge an. Nach einem kurzen Verhandeln mit dem Chef ist klar, daß Gerhard campen wird.

    Vorne die Strasse und hinten geht es durch das Gebäude direkt zur Düne.

    Ich bin wie paralysiert.

    Das ist so wunderschön und gleichzeitig so extrem Klischeekitschig, daß ich es kaum fassen kann.

    Hier stehen zwei Tage entspannen an und mir wird sofort wieder mein Zelt und Heringproblem klar. Diesmal ist der Untergrund Sand. Die halten nie und ich habe recht.

    Also verhandeln mit dem Chef um ein Zimmer. Er zeigt mir ein etwas heruntergekommenes Zimmer mit drei Betten und will dafür 30€ pro Nacht. Das ist für hiesige Verhältnisse eigentlich schon fast unverschämt.

    Das Bett ist sauber aber das Bad hat es in sich. Ein Räumchen mit Bodenablauf, wackeligem Klo und einem Brauseschlauch.

    Ohne Brause.

    Er entschuldigt sich tausend mal und kommt etwa eine halbe Stunde später mit zehn verschiedenen Brauseköpfen wieder. Keiner passt.

    Ich winke ab, es kommt kaltes und warmes Wasser also was solls , ich kann Duschen und nehme das Zimmer mangels Alternativen.

    Da ich immer noch in Motorradklamotten bin und echt richtig riesige Lust auf ein Bier habe , schwinge ich mich nochmal in den Sattel und steuere ein größeres Hotel an. Eigentlich fast immer ein Garant auf kühles Bier.

    Ich habe Erfolg und mit zehn Dosen Bier und zwei Flaschen Wein fahre ich zurück .

    Die Dusche aus dem Schlauchende ist einfach nur herrlich und sogar Gerhard, der eigentlich nicht so sehr der Biertrinker ist , freut sich über eine kalte Dose.

    Es steht noch einmal Kettenpflege an ( ich will jetzt nix mehr riskieren) und dann treffen auch schon Manfred und Josef ein. Sie hatten Offroad Ihren Spass, Manfred etwas mehr als Josef.

    Zum Abendessen gibt es ein reichhaltiges Büffet, fast alle Teilnehmer sind hier und es wird ein richtig toller Abend. Das Essen wird enorm gelobt (zu Recht) und am späten Abend fliesst noch das restliche Bier und der Wein mit den nackten Füßen im goldgelben Sand.


    Ich verstehe das, unser ältester Motorrradfahrer war Gerhard aus Hessen mit 64 Jahren. Er hatte ziemliche Probleme auf den härteren Etappen und war grundsätzlich der Erste, der ins Bett ging.


    Marokko mit der SR500


    Tag 18, 22.10.2021


    Wir entscheiden uns heute etwas Sightseeing mitzunehmen, das kam bisher einfach zu kurz. Zu groß ist der Zeitdruck im hellen eine Unterkunft gefunden zu haben.

    Der Weg führt uns zur uralten Kasbah von Tamnougalt auf einer Anhöhe. Eine Kasbah ist eine große bis riesige Anlage in der gelebt und gearbeitet wurde, die aber auch der Verteidigung diente. Vergleichbar mit einer mittelalterlichen Stadt innerhalb der Stadtmauern nur deutlich kompakter gebaut.

    Ein paar Künstler haben sich hier verewigt. Die Aussicht auf das darunterliegende Draa Tal zeigt Landwirschaft inmitten eines Palmenhains. Es wird langsam wieder etwas grüner.

    Die Zeit der endlos langen Strassen ist erstmal vorbei, es geht relativ kurvig über kleinere Dörfer weiter. Um die Mittagszeit halten wir in El-Kelaa M´Gouna und besichtigen dort die historische Medina. Ein selbsternannter Touristenführer drängt sich uns auf aber wir lassen Ihn mal machen , er spricht englisch und kann tatsächlich was erzählen. So erfahren wir zum Beispiel, dass es hier unter anderem eine starke jüdische Gemeinde mit eigener Synagoge gibt. Marokko ist sehr liberal und weltoffen. Das sieht im Nachbarstaat Algerien ganz anders aus.

    Er bekommt natürlich ein angemessenes Salär für seine Führung. Gegenüber gibt es ein schönes Restaurant mit Dachterasse, der Kellner ist über unsere vehemente Ablehnung etwas irritiert als er Couscous vorschlägt. Die Spaghetti, die ich ausgesucht habe sind mit verlaub gesagt beschissen.

    Wir entscheiden uns dazu heute noch einige Kilometer zu machen um die morgige Etappe kürzer zu halten. So kommt es wieder zum klassischen hin-und herrutschen auf der Sitzbank, der Hintern brennt gewaltig nach einigen Stunden. Es wird bereits dunkeln, als wir in einem kleinen Ort ankommen und uns auf die Suche nach der geplanten Unterkunft begeben. Die Navis zeigen unterschiedliche Routen an und wir müssen mehrmals umdrehen. Ich fahre ein Stück aus dem Zentrum heraus und tatsächlich kommen wir fast an. Aber eben nur fast. Wir irren über unbefestigte Strassen und Wege im mittlerweile stockdunkeln durch ein kleines Wohngebiet. Noch 360 meter sagt das Navi, geradeaus, ich stehe aber vor einer Hauswand.

    Manfred übernimmt und er fährt zum letzten Hinweisschild zurück, das er gesehen hat. Dann noch einmal links den Berg hoch und tatsächlich finden wir die enorm versteckte Herberge. Der Empfang ist superfreundlich und wir betreten ein Haus, das von Aussen völlig unscheinbar wirkt aber im inneren wunderschön und liebevoll hergerichtet ist. Sogar eine Tajine mit Eiern und Oliven wird uns noch zubereitet. Wir geniessen sie mit einem Glas Wein und fallen totmüde ins Bett.

    Ich Danke Euch vielmals! Aber einen Spruch kann ich Euch nicht ersparen:

    Machen ist wie wollen , nur krasser.


    Einfach machen. Ich habe mich da auch reingestürzt, ziemlich unvorbereitet. Mit den richtigen Menschen( nicht nur in der Gruppe sondern auch dort im Land) ist fast alles möglich.

    Dafür wirds heute fast langweilig. Here we go:


    Marokko mit der SR500


    Tag 17, 21.10.2021


    Ich hätte gerne länger geschlafen, wir haben heute Zeit aber Josef ist ein übler Frühaufsteher. Tür auf, Tür zu, Zigarette, Tür wieder auf , Toilette, Spülung undsoweiter... Das ganze ab etwa fünf Uhr.

    Abdullah hält uns ein kleines aber feines Frühstück bereit und wir fragen Ihn ob wir noch etwas sein schönes Riad geniessen dürfen, es eilt heute nicht. Er hat nichts dagegen.So gammeln wir in seinem Innenhof herum und quatschen etwas. Wir erfahren einiges über die Begriffe Riad, Kasbah und über das traditionelle Familienleben. Informationen die wir gierig aufsaugen. Josef sagte mal, ich bin wegen der Menschen und dem Abenteuer hier. (Frei interpretiertes Zitat) Wir sind uns da einig. Wie öde und trostlos müssen solche Cluburlaube sein, bei denen man isoliert von der Aussenwelt in einer Art luxuriösem Tourigefangenenlager dahinvegetiert?

    Am frühen Nachmittag verabschieden wir uns von unserem tollen Gastgeber und fahren die härteste , übelste, gefährlichste Etappe aller Zeiten.

    Etwa zwölf Kilometer hinter Zagora liegt der nächste Checkpoint für diesen Tag.

    Ein schöner und gepflegter Campingplatz mit Pool und Bier. Das herumgammeln geht weiter, wir lassen uns in einem schönen, kühlen Berberzelt nieder , geniessen kaltes Bier und gute Gespräche. Der Pool wird intensiv genutzt und man kann diesen Tag getrost als echten Urlaub bezeichnen. Sorglos geht der Tag dahin, ich habe ja jetzt schliesslich eine gute Kette und denke mir so, jetzt kann ja nichts mehr schiefgehen.

    Am Abend ist das Bier ausverkauft und das Abendessen enttäuscht leider enorm, ich sag nur fader Couscous....

    Wir haben uns zum schlafen ein Beduinenzelt mit sechs Matratzen aus irgendwas ausgesucht. Manfred, Gerhard und Josef schnarchen fürchterlich. Sie behaupten von mir das gleiche.


    Gesamt mit der Fähre waren es dreieinhalb Wochen. Und ja, ich überlege tatsächlich.... 2023??

    Es fehlen mir Marrakesch und Fes auf der Liste, dazu kam es halt nicht, aus den Umständen heraus.

    Ich ertappe mich dabei immer mal wieder Kleinanzeigen nach einer geeigneten Enduro zu durchsuchen. Mit der SR nicht mehr wieder, das war schon ein gemeinsamer Leidensweg auf manchen Etappen. Die Sache mit den Speedbimps habe ich ja noch garnicht erzählt, kommt noch.

    Nachdem Josef ja seine Belgarda TT600 nicht hergibt......

    Es geht weiter aber ich muss Euch aufs Wochenende vertrösten, ist grad viel Arbeit.

    Dankeschön, weiter geht´s:


    Marokko mit der SR500


    Tag 16, 20.10.2021


    So wenig Frühstück wie es die letzten Tage gab so unfassbar wundervoll ist dieses Büfett, das für uns arrangiert wird. Typisch sind viereckige Weizenmehlpfannkuchen in Öl ausgebacken, die schmecken mit Marmelade oder Mandelmus echt gut. Tajine mit Eiern und Berberomelett (Eier mit Tomaten und seeeeeehr viel Oliven, etwas Harissa) sind allerdings neu und superlecker.

    Es geht Richtung Zagora, die Stadt der Dakarwerkstätten. Lutz aus Hamburg (die defekte BMW) ist mit der belgischen VW-Pritsche bereits dort und hat für mich bei einem namhaften Schrauber eine neue Kette in der richtigen Größe vorgeordert.

    Die letzten Tage seit Fort Bou Jerif habe ich fast täglich das Werkzeug im Einsatz gehabt um die Kette nachzuspannen, jetzt sind die Einstellschrauben am Ende. Da geht nichts mehr und ein ekliges ruckeln und schlagen im Schiebebetrieb kündigen den baldigen Tod an.

    Es sind „nur“ 190 Kilometer und ich fahre mal voraus, Gerhard, Manfred und Josef bleiben brav hinter mir, auch wenn sie eigentlich schneller vorwärts kommen könnten als ich.

    Die Landschaft wird immer etwas bergiger und vor allem kommt wieder ein bisschen Vegetation auf. Nicht falsch verstehen, keine Bäume oder sowas aber immerhin Gestrüpp, das nicht tot aussieht. Kurz vor Zagora sind dann doch sogar ein paar Palmen dabei. Dort angekommen trennen wir uns, denn ich will unverzüglich zu der Werkstatt, in der vielleicht eine Kette für mich liegt. Junge Kerle auf Motorrollern fangen einen immer wieder ab, sie kennen natürlich JEDE Werkstatt in der Stadt und sowieso die beste, man solle Ihnen nur folgen. Auf die Ansage, ich wisse wo ich hin muss werden sie etwas aggressiv. Als gute Methode diese Jungs loszuwerden hat sich ein kurzes Stück Offroad zwischen zwei Strassenverbindungen erwiesen, da kommen die nicht durch.

    Ich lande bei Ali Nassir, er weiss bereits Bescheid aber die Kette sei wohl noch unterwegs. Die Verständigung ist schwierig, er kann nur arabisch und französisch, ich nix davon.

    Seine Werkstatt liegt inmitten einer Strasse an der sich Werkstätten aller Art aneinanderreihen. Einer seiner Mitarbeiter kann etwas Englisch und gibt mir zu verstehen , dass in den guten Dakarzeiten hier Rallyefahrzeuge im Wert von vielen Millionen Euro gewartet wurden.

    Bei einem Minztee warte ich in Alis Werkstatt auf einem ausgebauten Bussitz auf meine Kette. Sie sei zuletzt in Casablanca gesehen worden und wohl auf dem Weg hierher.

    Ich komme ins grübeln. Casablanca ist etwa 600 km entfernt, wie soll das gehen? Ich glaube ich muss ein-zwei Tage in Zagora verbringen. Es braucht halt Zeit.

    Eine Stunde später fährt ein Taxi vor und ein Päckchen wird ausgehändigt.

    Grinsend hält mir Ali eine passende Kette mit etwas Flugrost vor die Nase. Ich bin fassungslos, mit dem Taxi aus Casablanca??

    Die spinnen, die Marokkaner!

    Er macht mir klar, dass er viel hat telefonieren müssen aber in einem Lager eines Zweiradhändlers in Casablanca eben diese Kette aufgetrieben hat. Ich vergleiche die Taxifahrt über fast 1200km mit europäischen Gegebenheiten und sehe mich schon Konkurs anmelden.

    Ganz gemütlich wird mal angefangen die Kette zu wechseln. Ich solle eine Probefahrt machen ob´s passt. Passt, vieeel besser als vorher.

    Ich möchte Ali für seinen Dienst bezahlen aber er winkt ab, der Preis für das Taxi ist noch nicht klar, das wird er später irgendwie bezahlen.

    Warten.

    Tee.

    Mehr Tee, mehr warten.

    Nach nunmehr fünf Stunden des herumsitzens nennt er mir den Gesamtpreis von 1000 Dirham.

    Unter 100€ , ich bin fassungslos und hake nach. Nein, hat alles seine Richtigkeit, 1200km Taxifahrt bekomme ich für 70 Euro, der Rest ist für ihn und die Kette.

    Ali möchte mich noch zu seiner Familie zum Essen einladen aber ich möchte zu Team Mangerjo, sie haben ein Riad in der Nähe ausfindig gemacht. Ali ist enttäuscht, meine Absage ist fast schon beleidigend.

    Im Riad angekommen werde ich von Abdullah begrüßt, er spricht Deutsch, weil er lange Zeit in Deutschland gekellnert hat. Das Gebäude ist von Aussen unscheinbar und trostlos. Im inneren einfach nur wunderschön hergerichtet, enorm großzügig gestaltet und hat eine grüne Oase von Innenhof.

    Lutz hat sich auch hier Niedergelassen und am Abend macht Abdullahs Frau für mich eine Tajine vom allerfeinsten. Die anderen haben während meiner Wartezeit in der Stadt gegessen.

    Josef hat es sich zu einer persönlichen Challenge gemacht Bier und Wein aufzutreiben, er ist nicht immer erfolgreich aber heute schon. Wir philosophieren herum und versacken etwas, es wird spät.


    Danke Euch fürs lesen!


    Marokko mit der SR500


    Tag 15, 19.10.2021


    Eine weitere Plage der Wüste sind die Fliegen. Ich hätte gerne noch ein bisschen geschlafen, die Sonne geht gerade erst auf aber die Fliegen setzen sich penetrant in Augen, Nasenlöcher und Ohren.Ich bin doch kein Dromedar!

    Ich rappel mich auf, Saids Schwager ebenso. Kaffe? Fragt er und schaut mich fragend an. Ich grinse nur und er versteht. Kaffe vereint die Welt, denke ich mir.

    Das Frühstück ist herrlich. Kaffe, das typische Fladenbrot, Marmelade und Mandelmus. Wir essen zusammen mit der Familie ( Ich lasse hier bewusst die Anführungszeichen weg).

    Schlafsack und Luftmatratze sind eingepackt und als ich meine Gepäckrolle zum Motorrad trage stelle ich fest, daß Said irgendwie versucht Wasserflaschen an meiner SR zu befestigen.

    Ich frage was er da macht und er meint ich müsse doch mein Wasser mitnehmen, es ist ja meins, ich habe es bezahlt.

    Wieder so ein kleiner Stich im Herz.....

    Selbstverständlich bleiben die übrigen Flaschen hier für Ihn und seine Familie, meine Trinkblase ist mit drei Litern frischem Wasser gefüllt und auch sonst kann ich noch etwa 4,5 Liter mitnehmen.

    So richtig einsehen will er es nicht.

    Ich kann es einfach nicht verstehen, wie Menschen, die so freundlich und offen sind, nichts oder fast nichts haben so sein und denken können....

    Aber lassen wir das , ich werde noch viele Wochen später darüber Nachdenken und zu keinem Ergebnis kommen.

    Ich fahre alleine los,der Abschied fällt sehr schwer. Ich sage, dass ich wiederkommen möchte. Versprechen kann ich es nicht.

    Die Offroadpiste zur Strasse, die am Vortag unfahrbar schien nehme ich mit Leichtigkeit. Ich gebe sogar etwas mehr Gas als sonst und lass es krachen. So unterschiedlich sind die Tage und der persönliche Wahrnehmungsgrad.

    Der Fahrtag hat nichts besonderes zu bieten ausser einer beeindruckenden Passüberfahrt , der ehemalige Meeresboden liegt in beeindruckenden Schichten fast senkrecht und die Passstrasse führt mitten durch.Die Landschaft wird extrem felsig, über die Koordinaten der Nächtigungsempfehlungen erreiche wieder bei brütender Hitze ein kleines Hotel direkt an der Hauptstrasse. Von bettelnden Kindern umringt steige ich ab und gehe an die Rezeption. Die Kinder werden vom Personal unter lautem Brüllen vertrieben. Ich bekomme als Begrüßung erstmal eine kalte Cola.

    Das Hotel ist sehr schön und hat sogar einen Pool. Ein wasserführendes Wadi liegt im Tal und lässt es grün erstrahlen.

    Josef kontaktiert mich, wo ich sei. Er fährt zweimal am Hotel vorbei, bevor er es kapiert.

    Ich nehme Ihn in mein Zimmer auf, es hat zwei Betten und dann wird’s natürlich auch günstiger.

    Am Abend kann man Essen vorbestellen, ich habe aber gar keinen Hunger und verzichte. Am Rande bekomme ich mit wie Tom ( Der Verantwortliche vom Veranstalter) versucht Bier zu ordern, per Taxi.

    Ich quatsche den Hotelangestellten an und versuche den Auftrag zu erweitern.

    Ich bestelle zehn, bezahle zwölf und bekomme eine Stunde später sieben. Der Händler sei ausverkauft. Egal, der gute Wille zählt.

    Die Nacht wird sehr ruhig und angenehm.




    sr-flo : Reifenhalter waren nie ein Thema.


    Marokko mit der SR500


    Tag 14, 18.10.2021


    Frühstück! Tatsächlich endlich mal wieder. Wir lassen es uns schmecken und wenn die Marokkaner etwas echt gut können, dann ist es Kaffe.

    Gerhard und Manfred entscheiden mit mir weiter zu fahren. Nach seinem Unfall meidet Gerhard den Offroad wie die Pest, er wird auch aus der Angstspirale nicht mehr rauskommen. Dafür heilt die Wunde an seinem Bein wieder einigermassen zu auch Dank einer Tube Betaisodonasalbe von Josef.

    Ab hier hat das Land nichts mehr zu bieten ausser Staub, totöden Strassen und Hitze.

    Vorallem Hitze.

    Es ist eine extreme Etappe durch die marokkanische Sahara, anhalten um mal den brennenden Hintern , auf dem man nach Stunden nicht mehr weiss, wie man sitzen soll, zu entspannen ist völlig unmöglich. Man erträgt es nicht. Die Reifen bleiben auf dem fast flüssigen Asphalt kleben. Ununterbrochen zuzelt man am Mundstück der Trinkblase aber selbst das kühle Wasser, dass ich am Morgen eingefüllt habe ist trotz Isolierschicht schon am Vormittag nur noch pisswarm und ausserdem auch recht schnell leer.

    Keine Menschen, keine Kreisverkehre, keine Vegetation, keine Dromedare. Nichts. Nur diese verflucht heisse Piste, die nicht enden will.

    Wir passieren Assa und Tata, die einzigen Siedlungen an der Strasse auf dem Weg nach Tissint.

    Und ich mache einen bösen Fehler, der sich später hart auf meinen Gemütszustand auswirken wird.

    Zu allem übel schmerzt mir dann auch noch die linke Hand vom Kuppeln. Der nagelneue Kupplungszug, den ich verbaut hatte ist mir schon in Rabat vor vielen Tagen mitten in der Rushhour gerissen. Am Strassenrand wurde dann der alte, eh schon schwergängige eingebaut, der ich „für den Notfall“ mitgenommen habe. Mittlerweile ist er nicht mehr schwergängig. Er ist nicht mehr bedienbar. Fahren ist fast nicht mehr möglich. Anhalten aber eben auch nicht. Meine Trinkblase ist leer und die Vorstellung bei mittlerweile 45 Grad im Schatten (den es nicht gibt- running Gag) anzuhalten und etwas zu unternehmen ist nicht umsetzbar.

    Von dem Teerstreifen , der sich Strasse nennt zeigt die NaviApp nach rechts ins nichts. Ich halte an aber es muss wohl stimmen, ein Schild weist auf einen Campingplatz hin. Wir biegen ab ins nichts und ich finde mich auf einer wenige Kilometer dauernden Offroadetappe wieder, die mir fast unfahrbar erscheint. Immer wieder muss ich anhalten, ich habe keine Kraft mehr den Lenker zu halten, geschweige denn die Kupplung zu ziehen. Das letzte Stück erscheint mir fast nicht machbar. Extrem langsam und eigentlich nur noch im ersten Gang komme ich an einem Camp an ,das spartanischer nicht sein könnte. Ich steige ab und setze mich auf eine Mauer. Runter mit den Klamotten, sofort. Etwas Schatten.

    Mental und körperlich völlig am Ende sitze ich auf dieser Mauer und starre auf den Boden.

    Ein großer, schlanker Berber kommt zu uns uns spricht uns auf recht gutem Deutsch an, er heisst Said und heisst uns willkommen, ich höre in kaum sprechen.

    Nach ein paar Momenten sammle ich mich und frage nach einer Flasche Wasser.

    „ Es tut mir leid aber wir haben kein Trinkwasser“ ist seine Antwort. Ich schaue auf meinen Vorrat und stelle fest, dass ich nur noch etwa einen halben Liter abgestandenes Wasser übrig habe.

    Ich sacke innerlich in mir zusammen , in meinem Kopf herrscht die absolute Leere, der Mund ist völlig ausgetrocknet. Ich habe schrecklichen Durst.

    Klares denken ist mir in dieser Situation nicht mehr möglich.

    Manfred und Gerhard drängen mich weiterzufahren und Wasser und einen Schlafplatz zu suchen.

    Ich kann nicht, ich bin völlig erledigt. Mein Fehler war , nicht auf meine Wasservorräte zu achten.

    Sie lassen mich hier auf meinenWunsch zurück und fahren weiter, sie haben auch nichts mehr, was sie teilen könnten.

    Langsam neigt sich der Tag und es wird etwas erträglicher. Meinen halben Liter warmes Wasser habe ich schon längst getrunken.

    Ich kühle endlich etwas runter und das Gehirn fängt ganz langsam wieder an zu funktionieren. Was trinken Said und seine Familie eigentlich? Sie zeigen mir einen Wasserhahn aus dem eine braune Brühe kommt, es wird gefiltert und abgekocht. Auf einem Hügel steht ein 1000 Liter Behälter, den er zu normalen Zeiten von einem Wassertruck auffüllen lässt. Das geht nicht mehr, dank Corona sind er und seine Familie völlig Pleite.

    Ich solle mir keine Sorgen machen, sagt er. Wir Menschen sind alle gleich, eine Nase , zwei Augen, Arme und Beine und rotes Blut und somit gehöre ich auf seinem Grund und Boden zur Familie, fährt er fort und schenkt mir reichlich Minztee ein. Mir kann hier nichts passieren sagt er.

    Diese Worte reissen mich nieder, es kommen mir die Tränen. Ein Schwager von Said nimmt mich in den Arm.


    Nachdem sich bei Ihm 19 Leute angemeldet haben aber nur ganz wenige eintrudeln überlegen wir, wie es weitergehen kann. Ich gebe Said Geld und er tuckert mit seinem dreirädrigen Gefährt los um einzukaufen. Etwa anderthalb Stunden später kommt er wieder.

    Nach und nach trudeln Autoteams ein, schlussendlich sind wir nur sechs Gäste. Gery vom Team Drietschler Frosch ( Polo Variant) drückt mir ein kaltes Bier in die Hand.

    Eigens für die angekündigte Gruppe ist eine einheimische Musikgruppe ins Lager gekommen. Es gibt Dinner mit Kamelfleisch und Pflaumen , dazu Wasser! Die Welt ist wieder in Ordnung.

    Die Musiker jammen was das Zeug hält, bis der Strom vom Generator ausfällt. Dunkelheit.

    Kerzen werden angezündet und die Musikcombo macht einfach Acapella weiter, das die Wüste wackelt. Musik aus purer Lebensfreude.

    Ich lege mich in einem offenen Zelt mit der Luftmatratze und dem Schlafsack irgendwohin. Eins der Sitzkissen dient mir als Kopfunterlage.

    War da nicht was mit Schlangen und Skorpionen? Saids Schwager legt sich zu mir in die Nähe und wünscht eine Gute Nacht. Dann ist das wohl safe.

    Ich schlafe ein nach einem Tag , der meine denkweise über Menschen im allgemeinen und unseren Wohlstand extrem verändert hat

    .

    Ja, absolut bequem. Natürlich hat der Hintern gebrannt und man ist hin- und hergerutscht aber von der lenkerposition ist das für mich ideal. Was mich sehr eingeschränkt hat, ist die Tatsache, dass fahren im stehen nicht wirklich möglich war. Mal den hintern lupfen um die Maschine unter sich rumpeln zu lassen, kein Problem. Harter Offroad im stehen: No way.

    Ich glaube es geschrieben zu haben: Mario und Martina haben uns auf der ersten "echten" Offroadetappe den Reifendruck angepasst. Bei mir waren es vorne 1,3 und hinten 1,5 bar. Ich habe bis nach Hause nie wieder den Druck kontrolliert....

    Platten oder nicht, alles dazwischen war gut.

    Hier ist er ;)


    Marokko mit der SR500


    Tag 13, 17.10.2021


    Ein Frühstück gibt es heute wieder nicht, nur etwas Wasser.

    Manfred, Gerhard und ich fahren in dichtem, salzigen Nebel los und ich kann buchstäblich zuschauen, wie dir SR unter mir vor Rost nur so aufblüht.

    Es wird schnell warm ,sehr warm. Ab hier geht es immer mehr Richtung Südost ins Landesinnere und es wird immer heisser.

    Wir erreichen Laayoune, eine Stadt mit 200.000 Einwohnern. Erst ärmlich, dann etwas wohlhabender und plötzlich säumen regelrechte Villen den Strassenrand. Chinesen leben hier und sind wohl für den massiven Strassenbau in Marokko verantwortlich, im Gegenzug gibt es Kamel- und Eselfleisch als Exportware. Das eigentliche Ziel der Chinesen ist aber das sichern von Schürfrechten und Abbaugenehmigungen. Der Kampf um die letzten Ressourcen ist voll im Gange.

    Als wir an einer Tankstelle stehen, klingelt plötzlich das Handy. Josef und Mario sind in der Stadt und wie sich herausstellt in einem Hotel nur wenige Meter entfernt. Wir bleiben auf einen Kaffe und erfahren, das Marios Zündung an der XT, die er in Deutschland von Bernd Tesch gekauft hat, keinen Zündfunken mehr liefert. Im Hinterhof wird geschraubt, Marios Plan ist die XT auf Batteriezündung umzubauen mit Hilfe einer Zündspule von einem Land Rover. Martinas Motorrad soll dann als Ladestation während der Fahrt dienen, die XT ist ja schliesslich mit 6 Volt unterwegs.

    Es wird sich zeigen, das dieser Plan später tatsächlich funktioniert.

    Wir machen einen harten Schwenk Richtung Osten und steuern die marokkanische Sahara an( Westsahara darf man hier nicht sagen, das ist tatsächlich verboten). Der Grenzkonflikt zu Algerien zeigt seine Auswirkungen: Vor und nach jeder Siedlung werden an Strassensperren die Pässe kontrolliert, Nummerntafeln abfotografiert und alles penibel dokumentiert. Wir nehmens gelassen, die Beamten sind immer ausgesprochen freundlich auch Tee und Wasser wird uns angeboten.

    Nach und nach werden die Kontrollen immer lästiger, sie kosten Zeit und bei mittlerweile 43 Grad im Schatten (den es nicht gibt, Ihr erinnert Euch?) auch physisch unangenehm. Bei einer der letzten Kontrollen spricht mich der junge Beamte von der Royal Gendarmerie ( Vergleichbar Militärpolizei) auf sehr gutem Deutsch an, ob es denkbar wäre, mit Ihm die Handynummern zu tauschen. Ich stutze etwas. Er erklärt mir, dass er auf einer marokkanischen Akademie Deutsch der Stufe B1 erlernt hat, weil er Kommissar werden möchte. Dazu muss er jedoch im Ausland studieren ,bekommt aber von Marokko nur wenig bis keine Unterstützung. Einen Studienplatz in Zittau hatte er bereits, dann kam Corona und er konnte sich das Visum nicht mehr leisten. Von den Reisebeschränkungen und Lockdowns abgesehen. Sein Traum scheint geplatzt aber er sucht Kontakt zu Deutschen, damit er seine Sprachkenntnisse nicht mehr verliert.

    Im Nachgang werde ich mich bei Ihm melden. Ich hoffe vielleicht über die International Police Association oder ähnliche Organsiationen irgendetwas für Ihn tun zu können.

    Ausserdem erfahren wir den Grund für die vielen Kontrollen. Das ist nicht etwa wegen Terrorismus oder gar Schikane. Die marokkanischen Behörden tracken uns und wollen genau wissen wer wo , wann , wohin fährt. Es dient unserer Sicherheit, sonst nichts. Sollte ein Teilnehmer oder anderer Tourist als vermisst gemeldet werden, ist das abzusuchende Gebiet schnell definiert und Hilfe gezielter unterwegs.

    Kurz vor unserem Etappenziel Smara geht die SR in voller Fahrt aus. Ich mache mir keine Sorgen ,kann eigentlich nur der Sprit sein. Ein Kanister ist nachgefüllt und es geht ganz normal weiter durch stehende Hitze. Jetzt erst rechne ich mal so ein bisschen nach und stelle fest, dass das Motorrad daheim als Roadster 4,5 Liter verbraucht hat und hier im Rallyetrimm sich satte 6 Liter reinzieht.

    Wir erreichen das Tagesziel und finden einen schönen Campingplatz vor. Erstmal kühle Getränke und Schatten. Ich miete mich mit Manfred in einem kleinen Zimmer mit zwei Betonpritschen ein, auf denen ein Kopfkissen und eine Strohmatte liegen. Kein Wasser, kein Strom dafür günstig.

    Als am Abend die restliche Gruppe fast vollständig ist, geht die Schrauberei los. An einer BMW fehlt ebenfalls der Zündfunke, sie ist auf dem VW Bus mit Pritsche hierhergekommen. Sie wird den Campingplatz aber leider auch so wieder verlassen. Lutz, ein Hamburger, sieht sich schon kapitulieren, die BMW lauft schon länger nicht mehr und der Fehler wurde noch nicht gefunden.

    Der Panda 4x4 steht mit offener Motorhaube da, der Zylinderkopf ist bereits ausgebaut und der Block penibel mit Panzertape abgeklebt. Ein einheimischer Mechaniker verspricht am nächsten morgen mit einer neuen Kopfdichtung wieder hier zu sein. Er muss sie erst noch finden. So lernt man Vertrauen und Zuversicht.

    Die Gastgebende Familie ist sehr nett und wir werden bekocht.

    Ich kann aber keinen Couscous mehr sehen.

    Marokko mit der SR500


    Tag 12, 16.10.2021


    Ein Frühstück gibt es heute nicht, nur etwas Wasser.

    Es steht ein reiner Fahrtag an, die Strasse, die weiter nach Süden am Atlantik entlangführt bietet nicht allzu viel ausser vorwärtskommen. Teilweise führt sie stundenlang nur geradeaus durch eine mittlerweile fast vegetationslose Ödnis. Dafür werden die ersten goldgelben Dünen sichtbar, ein wundervoller Anblick.

    Wir umfahren also den Khniffiss Nationalpark um etwas abseits der Atlantikküste das Camp Bedouin zu erreichen. Satte 38 Grad Celsius im Schatten, den es nicht gibt.

    Nach und nach trudeln einige andere Teilnehmer ein und schnell wird klar, daß der Platzbetreiber etwas zu wenig Getränke bevorratet hat. Wir werden uns etwas einteilen müssen aber dann bekommt auch jeder etwas ab. Immerhin sind die kleinen Pepsi und Spritedöschen gut gekühlt.

    Ein erster Vorgeschmack auf ein Ereignis, das ich sehr bald in der Wüste erleben darf (muss).

    Die Landschaft ist schön aber einsam und es ist sehr heiß. Das Camp liegt an einem Wadi (ausgetrockneter Flusslauf) das allerdings momentan etwas Wasser führt, weshalb man getrost die Dusche nutzen kann, wenn man damit zurecht kommt, mit salzigem Wasser zu Duschen.

    Am Abend bekommen wir ein sehr gutes Dinner serviert, wie immer an den typischen kurzbeinigen Tischchen. Es gibt unser erstes Kamelfleisch und es schmeckt hervorragend.

    Nachts im Zelt kruschtel ich nach den Ohrenstöpseln, ein heftiger Wind lässt das Zelt flattern.

    Marokko mit der SR500


    Tag 11, 15.10.2021


    Nach dem Frühstück verabschieden wir Mohamed, unsere Wege trennen sich und es geht ihm sichtlich nicht gut damit aber er hat sich in den Kopf gesetzt nach Dakhla weiterzufahren und zu versuchen die Einreise nach Mauretanien bewilligt zu bekommen.

    Gerhard fährt mit mir weiter, er ist etwas überfordert und ich habe schon beschlossen nur Offroad zu fahren wo es nötig ist. Die SR setzt da schnell Grenzen. Es kommt dennoch genug.

    Die allermeisten wollen nach Tantan Beach um mit dem Motorrad die dreissig Kilometer festen Sandstrand bei Ebbe runterzuballern. Gerhard und ich winken ab, keinerlei Sanderfahrung und ich hab sowieso zu wenig Leistung.

    Wie uns später berichtet wird sah das ganze zunächst nach einem Riesenspass aus, endete aber in einem grandiosen Debakel.

    Wir haben schon etwas Sorge, da jeglicher Kontakt mit dem Rest der Gruppe abgerissen ist.

    Da es wieder eine 2-Tages Etappe ist steuern wir einen Campingplatz in El Ouatia an.

    Es sind Bauarbeiten im Gange, ganz Marokko hofft das der Mist bald mal vorbeigeht und wieder Touristen mit Ihren Wohnmobilen kommen, wir sind also völlig alleine auf dem Platz aber es gibt WC´s, Duschen und Wasser. Das sind mittlerweile die drei Eckpfeiler unserer Komfortzone.

    Gerhard und ich laufen in die Ortschaft und machen es uns an einem Strassencafe gemütlich. Strassencafe bedeutet hier tatsächlich eine professionelle Kaffeemaschine im Barista style und dutzende Plastikstühle und Tischchen, mehr nicht.

    Aber Kaffe können die Marokkaner! Wir suchen noch eine Gelegenheit für ein Abendessen und werden fündig:

    Links die Bude des Starssenbräters, rechts ein Metzger. Es hängen halbe Ziegen in der Kühlung und der Mann scheint gut zu sein denn viele Einheimische stehen Schlange um bei Ihm einzukaufen.

    Wir bestellen etwas und der Strassenbräter geht nach rechts um das Fleisch für uns einzukaufen. Eine eigene Lagerhaltung hat er nicht, wozu auch?

    Es ist frisch und schmeckt hervorragend. Von dem Klecks Mayo aus der abgegriffenen Flasche nehme ich allerdings Abstand....

    Als wir im dunkeln wieder den Campingplatz erreichen trudeln noch ein paar weitere Teilnehmer ein, es gibt ein kurzes Hallo aber alle sind ziemlich müde und es geht bald in den Schlafsack (Hier hat das wieder funktioniert mit meinen Heringen).

    Hallole,

    aber gerne doch.

    Ich hatte den Kedo DID 520er Kettensatz verbaut. Standardzähnezahl (? vorne ,42 hinten), als Offroadversion ohne O-Ringe und mit Alukettenblatt hinten. Allerdings nicht bewusst wegen Marokko montiert sondern im Vorfeld wegen Experimentierfreudigkeit. Als ich Richtung Süden nach Italien gestartet bin hatte der KeSa etwa 2500km runter und war ausser regelmässig pflegen äusserst unauffällig. Ich bin da tatsächlich ein bisschen ein Monk und mache Kettenpflege penibel alle 500 km. In Marokko habe ich die Kette, nachdem dieser zerstörerische , salzige Atlantiknebel vorbei war mit Diesel entfettet und dann nur noch mit Trockenschmierstoff geschmiert. Das Alukettenblatt war in Marokko nicht drauf, es wurde durch ein XT Kettenblatt aus Stahl ersetzt.

    Ich kam nie auf die Idee, das die Kette die Fussangel werden könnte. Im Nachhinein zeigt sich das der extreme Materialverschleiss nicht nur bei der Kette war sondern die SR eigentlich von mir strategisch zerstört wurde. Aber das kommt dann im Wiederaufbaubericht.

    Tatsächlich hat die SR DEUTLICH mehr gelitten als ich erwartet habe, deswegen hier im Forum auch demnächst der Beitragsbericht " Moroccoracer, der Rückbau". Sie darf nicht so bleiben wie sie ist und ist bereits zu einem guten Teil zerlegt.

    Aber erstmal:


    Marokko mit der SR500


    Tag 10, 14.10.2021


    Relaxed ausgeschlafen frühstücke ich mit dem Rest der Gruppe und mache mich dann ganz gemütlich ans SR schrauben. Aufgebockt über einen Reservekanister und einen Ersatzschlauch kommt das Hinterrad frei. Die Kette gereinigt und gespannt. Sie ist in einem erbärmlichen Zustand. Ich verstehe nicht, wie die so schnell vor die Hunde gehen kann.

    Weil man so schön rankommt und ich ja das Problem mit dem absterbenden Motor habe checke ich das Ventilspiel. Alles im grünen Bereich. Ich mach einfach mal ne neue Kerze rein, hab ja drei dabei.

    Ansonsten hier und da etwas Schmierereien.

    Da das Fort sehr teuer ist bekomme ich ein Bargeldproblem, dass allerdings von Mario gelöst wird. Er ist so nett und bringt mir geliehene 2000Dirham mit.

    Nach und nach trudeln die restlichen Teilnehmer ein, es gab wieder Pannen und Umwege, die Zeit gekostet haben. Mohamed, unser Schweizer Student, ist dabei. Er zieht zu mir ins Zimmer, es ist ja noch ein Bett frei und es spart etwas Geld für uns beide.Einen zweiten Schlüssel bekomme ich nicht, egal, wir lassen die Tür einfach offen. Was soll man uns schon klauen?

    Der Tag vergeht und es ist echt entspannend. Mario gibt noch eine schöne Lehrstunde im Platten reparieren mit einfachsten Mitteln. Er wechselt einen Schlauch und wie er den Reifen aufpumpen will, geht keine Luft rein. Da muss ein Loch im neuen Schlauch sein.

    Josef beschreibt es sehr schön:“ Ich würde das Rad so weit wegschmeissen wie ich kann und ne Flasche Wein aufmachen“.

    Mario dagegen reisst ein paar Witze und beginnt mit den Worten „ Dös hot net klappt“ einfach von vorne . Der Schlauch wird geflickt. Mario ist glaube ich der entspannteste Mensch der Welt.

    Es wird wieder heiß am Nachmittag und der beste Platz ist in einem luftigen Berberzelt bei einem kalten Bier.

    Am Abend gibt es für mich nur vegetarisch, egal der fade, ungewürzte Couscous mit dem labberigen , zerkochten Gemüse schmeckt mir eh nicht.

    Tom beschliesst Fort Bou Jerif in Zukunft mit keiner Rallye mehr anzufahren. Schade eigentlich, die Location ist super, wenn nur die Gastgeber nicht so lausig wären.

    Marokko mit der SR500


    Tag 9, 13.10.2021


    Am morgen begutachten wir Gerhards Verletzung. Den Anblick erspare ich Euch, es ist eine etwa zehn Zentimeter lange , klaffende Wunde. Nässend aber nicht heiß oder eitrig. Gegenüber gibt es eine Pharmacie und wir decken Gerhard mit Verbandsmaterial ein. Die Apothekerin meint, das geht ohne Arzt wieder gut zu , wir sind anderer Meinung und wollen Gerhard eigentlich in einem Krankenhaus vorstellig werden lassen. Der alte, zähe Knochen lehnt das vehement ab.

    Am nahegelegenen Strand gibt es nun den ersten Checkpoint und den offiziellen Start ins Abenteuer. Dabei hat das doch schon längst begonnen...

    Auf dem weichen Boden kippt meine SR einfach mal um , Sprit läuft aus dem Tank und ein Glas vom Ochsenauge liegt in Trümmern da. Egal, es blinkt trotzdem. Ausserdem habe ich ein Ersatzglas dabei allerdings ohne E-Prüfzeichen. Ob das hier Ärger gibt? Ich habe gerade keinen Bock auf Koffer durchwühlen und fahre einfach so weiter.

    Meine neuen Begleiter sind etwas auf Offroad aus und wählen eine andere Route also starte ich erstmal alleine auf die RN1 weiter nach Süden. Ich merke schnell, das der Lenker vom Umfaller völlig krumm ist. Ich halte mitten auf der Strasse an um den Lenker an der Leitplanke in den Buchsen in die richtige Position zurückzuzwingen. Passt, weiter geht’s.

    Plötzlich geht der Motor beim runterschalten in den zweiten Gang vor einem der vielen Kreisverkehre einfach aus.

    Kicken.

    Nix.

    Weiterkicken.

    Weiter Nix.

    Also Helm runter und absteigen. Zündfunke ist da und der Sprit rinnt mir auch über die Finger wenn ich den Schlauch vom Vergaser abziehe. Es sammeln sich der Benz und die VW Pritsche um mich auch der 4x4 Panda hält an. Die Hilfsbereitschaft der Autoteams ist bei dieser Veranstaltung Beispiellos und extrem dankenswert. Da werden sich noch Geschichten abspielen, die ohne die Autoteams und besonders ohne die Belgier nicht lösbar gewesen wären.

    Die SR springt wieder an und läuft. Ich mache mir bei der Weiterfahrt so meine Gedanken: Lima? Wärmeproblem? Haarriss?

    Entlang der Küste ist es landschaftlich enorm schön und ich fühle mich safe obwohl die SR immer mal wieder einfach beim runterschalten in den zweiten ausgeht. Oft kann ich sie sofort wieder zum weiterarbeiten animieren in dem ich einfach die Kupplung kommen lasse und etwas Gas gebe, lästig ist es dennoch. Wieviele Kilometer bin ich eigentlich jetzt gefahren bis Mirleft? Keine Ahnung, die Tachowelle habe ich zwar unter den neugierigen Augen der Kinder bei der Schule gewechselt und er geht wieder aber ich habe tatsächlich seit Tagen nicht mehr drauf geschaut. Nicht einmal.

    Freiheit.

    Ich gebe die Koordinaten der angeblich letzten Tankstelle vor der Sahara ein , die Route führt mich entlang der Atlantikküste an einem Schiffswrack vorbei um an einer sehr ärmlichen Fischerhütte zu stehen. Zwar stehen davor die typischen Plastikkanister aus denen dann der Sprit verkauft wird, der meist halblegal aus der Zollfreien Zone nahe der algerischen Grenze organisiert wird aber die sind alle leer.

    Eine Frau sagt mir, sie haben kein Geld mehr für den Benzinhandel, mit dem sie eigentlich etwas Geld verdient haben.

    Corona hat die arme Landbevölkerung auf gut deutsch gesagt, so richtig gef.....

    Also kein Benzin. Kein Problem ich habe noch sechs Liter Reserve an Bord und drehe um nach Sidi Ifni. 80 Kilometer Umweg. Passiert halt.

    Das Motorrad ruckelt unangenehm im Schiebebetrieb und ein kurzer Blick nach unten offenbart Handlungsbedarf: Die Kette hängt massiv durch, nur der Sekundarspanner hat seinen Job gemacht und mich glauben lassen , das alles noch ok ist. Ich muss da etwas mehr drauf schauen.

    Das angepeilte Ziel ist Fort Bou Jerif , mitten im nichts. Die Anfahrt dorthin macht Spass, das Navi zeigt zwar eine Richtung an, aber es ist völlig zerklüftet und ausgewaschen, ein bischen hin und herfahren und man findet irgendwie wieder einen Track auf dem es weitergeht.

    Dort ist wieder ein Checkpoint und ich habe relaxte zwei Tage um mich der SR zu widmen. Es ist eine tolle Location aber die neuen Besitzer sind für marokkanische Verhältnisse etwas zu sehr abgehoben und rufen fast unverschämte Preise auf. Im Gegenzug stimmt die Qualität nicht. Ich nehme trotzdem aufgrund meiner Zeltsituation ein kleines einfaches Zimmer.

    Während ich ein kaltes Bier trinke (0,33 Dose zu 3,50€) jammert mich die Dame des Hauses voll, wieviele sich da angemeldet hätten und wo die denn bleiben. Als ob ich da drauf Einfluss hätte.

    Viele kommen im Dunkeln an , es gab wieder technische Probleme.

    Das Bett ist ok aber nachts habe ich Krämpfe in den Beinen, die mich winselnd durch Zimmer hüpfen lassen. Waren wohl doch ein paar Kilometer.

    Marokko mit der SR500


    Tag 8, 12.10.2021


    Das Frühstück im Hotel ist der absolute Hammer. Der Kerl der uns alles serviert, hört und hört nicht auf uns den Tisch mit allen möglichen Leckereien vollzustellen.

    Uns wird das Tor der Tiefgarage geöffnet und wir starten Richtung Essaouira, dem offiziellen Start der Veranstaltung und erstem Checkpoint.

    Wir treffen unterwegs wieder auf Martina und Mario, die beiden lassen bei allen Mopeds etwas Luft aus den Reifen, es erwarten uns laut Routenführung etwa 40km Offroad.

    Da ich so etwas nicht zum ersten Mal mache fühle ich mich mit meinem (langsamen) Tempo ziemlich wohl. In einer Senke übersehe ich den Tiefsand, der sich unter etwas losem Geröll versteckt und ich mache einen kapitalen Gewohnheitsfehler. Ich bremse vorne.

    Der Lenker schlägt zweimal hin- und her , nur ein kurzer Gasstoss rettet die Situation für mich und böse schlingernd bekomme ich wieder festen Untergrund unter die Räder.

    Anhalten, durchatmen. Das war haarig.

    Erst jetzt realisiere ich die liegende DR650 an der Seite. Gerhard hat es nicht geschafft und ist hässlich gestürzt. Das Motorrad hat nicht viel aber Gerhard ist am Schienbein verletzt und ist im Moment kreidebleich. Gebrochen ist wohl nichts , er kann auftreten und voll belasten. Er weigert sich die Verletzung freizulegen, der Stiefel hält das zusammen, sagt er.

    Ab hier nehme ich noch mehr Gas raus und falle zurück.

    Das Ziel ist ein kleines Dorf oberhalb von Taghazout. Die Rallye soll nicht nur Abenteuer und Spass sein sondern den Menschen vor Ort auch etwas nutzen. Der Veranstalter arbeitet mit Africa Child care e.V. zusammen um Spenden für den Bau, bzw. Ausbau einer Vorschule zusammenzubekommen. 45.000 € werden benötigt. Im Vorfeld ist bereits deutlich mehr zusammengekommen und der Bau eines zweiten Klassenzimmers hat bereits begonnen.

    Michael aus Graz ist der Mann, der das ganze überwacht und koordiniert.

    Ich erreiche das Dorf und finde die Schule nicht. Alle Häuser sehen gleich aus, das liegt an den Bauvorschriften in einem Erdbebengebiet. Nichtmal französisch bringt mich weiter, ich bin im Berberland. Dieser Umstand macht eine Vorschule auch so wichtig: Marokko ist dreisprachig, Französisch als Amtssprache, Arabisch und dann eben Berber, die Sprache der Landbevölkerung.

    Ohne einen Grundschatz dieser drei Sprachen haben die Kinder im restlichen Bildungssystem keine Chance mehr weiterzukommen.

    Das ich niemanden antreffe liegt einfach daran, dass ich der erste bin. Wie zum Kuckuck habe ich das denn hinbekommen?

    Nach und nach trudeln weitere Teilnehmer ein und es wird belebt. Wir dürfen umringt von Kindern die Schule besichtigen während die Frauen des Dorfes das Essen für uns vorbereiten. Das Geld um die Lebensmittel zu kaufen haben wir im Vorfeld bezahlt, denn die Menschen hier haben ausser dem Dach über dem Kopf eigentlich nichts, garnichts.

    Die niedrigen Tischchen werden mit Tajine (mar. Kochgefäss aus Lehm) vollgestellt und das Essen ist einfach nur traumhaft. Landestypisch Essen wir im Schneidersitz auf dem Boden mit der rechten Hand. Was die Frauen da gezaubert haben ist ein kulinarischer Hochgenuss und wird unvergesslich bleiben.

    Es dämmert bereits als wir uns verabschieden, wir müssen ins Tal an die Atlantikküste zurück um einen Schlafplatz zu finden.

    Das Appartement finden wir nicht. Es ist stockdunkel in der Seitengasse als ein SUV die Ausfahrt der Sackgasse blockiert. Der Mann gibt vor helfen zu wollen. Allein seine Körpersprache und sein auftreten kennen wir von den Marokkanern so nicht. Er brüllt etwas und aus mehreren unbeleuchteten Hauseingängen kommen vermummte Gestalten auf uns zu.

    Gang rein und Gas, da sind wir uns alle einig. Flucht.

    Ich verpasse dem SUVmit dem linken Koffer noch eine ordentliche Delle um vorbeizukommen und wir flüchten.

    Wir steuern erstmal eine Polizeiwache an, da wir fürchten evtl. verfolgt zu werden.

    Der Polizist rät uns nicht hier zu bleiben , dieser Stadtteil sei nicht sicher für uns. Mittlerweile sind wir zu siebt, da auch andere verzweifelt eine bleibe suchen. Im Hauptort etwa acht Kilometer weiter gäbe es Hotels. Der Polizist hat recht und wir finden direkt an der Strasse ein feines ,kleines Hotel in dem unsere Motorräder im eingefriedeten Cafe eingesperrt werden.

    Um 22 Uhr noch eine Dusche und dann ins Bett, der Tag war aufregend.

Recent Activities

  • liessemb

    Thread
    Hallo zusammen,

    Ich brauche wieder eure Hilfe. Ich habe heute bei meinem 82er 2J4-Gartenfund das Seitendeckelschloss aufgearbeitet und anschließend montiert. An den beiden Befestigungsschrauben werden jeweils noch Halterungen mit aufgesetzt: Zum Einen…
  • sine88

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    Es wurde schon benannt- unbedingt die Kupferdichtung weich/ ausglühen. Dann sollte das Problem behoben sein.
  • Tobster

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    Marokko mit der SR500

    Tag 20, 24.10.2021

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  • Tobster

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  • PaulKehrbaum

    Replied to the thread Wössner Kolben Problem.
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  • StaRtpilot

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  • thomaswagner-hh

    Replied to the thread Tankdekor 86´er.
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    Ich habe meine auch 1986 gekauft - in dem Dekor.
    Lt. Seriennr. wurde sie aber 1984 gebaut...
  • Hiha

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    Wenns von oben kommt: Dickeren oder doppelten Kupferring verwenden, und auch wenn er neu ist, kurz ausglühen.

    Gruß
    Hans
  • Nobby

    Replied to the thread Tankdekor 86´er.
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    Das wundert mich. Die 86er wurde viel verkauft und zwar in genau dem schwarzen Dekor.