Reinigung Motor im ausgebauten Zustand

  • Hallo Leute,


    zunächst mal hoffe ich, dass dies hier die richtige Rubrik für meine Anfrage ist (passt m.E. nicht in den Technik-Thread oder sonst wo hin...)


    Ich bin fast fertig mit dem Zerlegen meiner Huddel (1. Mal für mich).
    Grund für die Zerlegung ist, dass der Rahmen, Schwinge und Motor vom Rotz der letzten 30 Jahre befreit werden sollen (alles, auch der Motor, soll lackiert werden - mach ich selbst). Weiterhin werden notwendige Sachen wie Bowdenzüge, Dichtungen etc erneuert....


    Zur Reinigung des Motors hätte ich mal ne Frage. Ich habe schon einiges über die SuFu gelesen, wie man auf unterschiedliche Art und Weise Schmutz entfernen kann (Kaltreiniger, Backofenreiniger-wobei aggressiv-, Hochdruckreiniger, Trockeneisstrahlen-zu teuer-,etc...)


    Das alles ist ja grundsätzlich im eingebauten Zustand nicht so problematisch, jetzt habe ich den Block aber schon auf der Werkbank liegen...
    Wie kriege ich den Motor denn jetzt gereinigt, ohne dass mir die Suppe (Wasser/Reinigungsmittel/Dreck) durch irgend ne Öffnung ins Motorinnere läuft!?


    Hat schonmal jemand von Euch nen Motor im ausgebauten Zustand gereinigt? Wäre für alle Arten von Tipps dankbar.


    Übrigens soll der Motor nicht auf Hochglanz gebracht werden, sondern lediglich Dreck- und Fettfrei sein, so dass ich ihn lackieren kann. Der Motor wird nicht auseinandergenommen (dann könnte ich die einzelnen Teile natürlich Sandstrahlen lassen...). Er ist vor ca. 20.000 km komplett überholt worden und läuft m.E. einwandfrei (never Change a running System).


    Danke vorab für Eure Hilfe


    Dennis

  • Übrigens, die rote Grütze an der Rockerbox kommt natürlich auch weg und wird einmal vernünftig auf die Dichtflächen aufgetragen.


    "Smart-Repair" im Sommer, da leichter Ölaustritt. Nicht schön, hat aber kurzfristig Abhilfe geschaffen.


    Tipp aus dem Forum :314:

    "Goldwing-Fahrer grüßen meist nicht, weil sie gerade das Geschirr in die Spülmaschine einräumen"

  • Moin,


    was ähnliches hab ich auch noch vor mir. Ich habe vor die Anschlüsse soweit möglich abzukleben (erst Stoff, dann Plastikfolie rum und mit Isoband festwickeln). Wenn die nicht direkt abklebbar sind, wird der entsprechende Schlauch oder beispielsweise der Krümmer temporär montiert (wobei es beim Ein-/Auslass vielleicht auch reicht den Motor auf Kompressions-OT zu stellen und damit die Ventile zu schließen) und dann auf der anderen Seite (Krümmer- oder Schlauchende) abgeklebt...
    Und dann den Hochdruckreiniger halt nicht stundenlang direkt draufhalten...


    soweit zur Theorie... :D


    viele Grüße,
    Oliver

  • Ich würde das nicht überbewerten und darob in Panik verfallen. meine Motoren jauche ich dick mit Atlantic Radglanz ein. Das löst den zumeist ölbasierten oder zumindest ölgebundenen Schmodder an, hält ihn aber zusammen. Nach einer Weile kann man den Siff dann mit Pinseln und Tüchern sehr gut entfernen. Diesen Vorgang wiederhole ich mehrfach. Statt Radglanz ginge auch Diesel. NIE BENZIN!!! Das ist Benzolhaltig.


    Um den Motor fettfrei zu bekommen sprühe ich ihn abschließend mit Bremsenreiniger ab. Dabei muss die Zigarette spätestens aus sein.

    Aus einem verkniffenen Arsch kommt kein fröhlicher Furz!!!

  • Ok,


    das mit dem Abkleben habe ich mir auch schon überlegt. Z.B. könnte man bei dem Stutzen der Gehäuseentlüftung nen "Finger" von nem Latexhandschuh drüberziehn und vllt. nochmal mit Kabelbinder Fixieren.


    Krümmer nochmal fixieren ist auch super!!!


    ...genau sowas an Tipps hatte ich mir vorgestellt. Einfach! Aber manchmal kommt man selbst nicht auf die einfachsten Sachen...


    Mit dem Kompressions-OT meinst Du die Einstellung "weiß" im Kickindicator? Sollte man das ohnehin evtl. machen, wenn der Motor länger draußen ist!? Wird ja noch n paar Wochen dauern, bis er wieder eingebaut wird...

    "Goldwing-Fahrer grüßen meist nicht, weil sie gerade das Geschirr in die Spülmaschine einräumen"

  • Mach den Auspuffkrümmer dran. Dann ist die Seite zu. Ansaugstutzen drauf und den mit einer Tüte und Kabelbinder verschlossen. Ebenso bei der Kurbelgehäusentlüftung und Ölleitung. Dann zur Tanke, mit Breff Fettentferner einsprühen und mit dem Kärcher hinterher. Du wirst ja nicht ewig auf Stellen schießen an denen es undicht sein könnte. Keine Tanke in der Nähe: In ein Backblech stellen und z.B. mit Bremsenreiniger abwaschen.

  • testonalin: ...und verschleßt Du auch provisorisch die diversen Öffnungen?! Ich denke, ich werde auch auf nen Hochdruckreiniger verzichten. Werde nach Säuberung vllt. mal gut Wasser hinterherkippen... danach dann entfetten mit Bremsenreiniger...

    "Goldwing-Fahrer grüßen meist nicht, weil sie gerade das Geschirr in die Spülmaschine einräumen"

  • Ansaugstutzen drauf und den mit Plastiktüte abbinden ist super!!!!


    Klasse!!


    Vielen Dank!!!

    "Goldwing-Fahrer grüßen meist nicht, weil sie gerade das Geschirr in die Spülmaschine einräumen"

  • was sagt Ihr zum Ritzelbereich, wo die Verschmutzung ja am schlimmsten ist!?


    Bei mir hat es dort megamäßig gesaut. Habe vor Ausbau des Motors schon nen neuen Simmerring bestellt (+ O-Ring). Habe Ritzel abmontiert und diese Kronenhülse rausgenommen und dabei festgestellt, dass gar kein O-Ring dahinter saß. Das war dann wahrscheinlich die Ursache für die Sauaerei.


    Meint Ihr, es reich für die Reinigung, wenn ich Hülse und Ritzel gut handfest wieder montiere? Dann dürfte ja nix passieren oder?

    "Goldwing-Fahrer grüßen meist nicht, weil sie gerade das Geschirr in die Spülmaschine einräumen"

  • Diesel geht fein. Mein nicht ganz so stinkendes Wundermittel zum reinigen und nur dazu ist WD40. Das löst und fetzt so gut wie alles weg. :yl:Und danach Fettlöser oder Bremsenreiniger.

  • Quote

    Original von DenWeb81
    testonalin: ...und verschleßt Du auch provisorisch die diversen Öffnungen?! Ich denke, ich werde auch auf nen Hochdruckreiniger verzichten. Werde nach Säuberung vllt. mal gut Wasser hinterherkippen... danach dann entfetten mit Bremsenreiniger...


    Nö. Wozu? Ich arbeite einfach bedächtig.

    Aus einem verkniffenen Arsch kommt kein fröhlicher Furz!!!

  • Hi,
    für den Einlass hab ich mir mal aus nem Stück Blech was ausgeschnitten, 2 Löcher rein, "Dichtung" aus altem Schlauch drunter dran schrauben und dicht ist.
    Mit nem Stück Schlauchgummi und ner Schelle kann man auch alles was "raussteht" wie die Gehäuseentlüftung einfach und stabil dicht machen.


    Gruss, Jens

  • ...wenn man vorsichtig und bedächtig da ran geht, tut's wahrscheinlich schon ein Lappen oÄ


    Aber wenn man mit nem Hochdruckreiniger dran geht, ist das ne feine und wirklich dichte Sache!


    Danke für die Anregung


    Jetzt hab ich ja schon viele richtig gute Tipps, danke dafür!


    Aber wer noch was weiß... Einfach munter weiter posten!

    "Goldwing-Fahrer grüßen meist nicht, weil sie gerade das Geschirr in die Spülmaschine einräumen"

  • Ich war übrigens eben bei ATU wegen Motoröl fürs Auto, da hab ich Motorkaltreiniger von Caramba gekauft, einfach mal so auf gut Glück! Mal sehen ob das was taugt. Hab den Motor eben einfach mal eingejaucht und lasse es einfach einwirken. vllt. Löst es schonmal den ersten Schmodder an...
    Später mal oder morgen geh ich dann mal richtig bei!


    Der Verkäufer meinte noch er hätte an seinem Mopped mal Essigessenz (bisschen mit Wasser verdünnt) genommen und ist mit nem schmalen abgewinkelten Malerpinsel dran gegangen. Das hätte super gewirkt!
    Vllt. Probier ich das auch mal...

    "Goldwing-Fahrer grüßen meist nicht, weil sie gerade das Geschirr in die Spülmaschine einräumen"

  • Wenn ich solche Teile zu reinigen habe, klebe ich alle Öffnungen so gut es geht zu. Stopfen mit Tüchern, Gummihandschuh drüber und mit Kabelbinder fixieren, Schläuche draufstecken und dann eine Schraube in den Schlauch drehen oder Schlauch abknicken und Kabelbinder oder Draht drumzwirbeln.


    Dann wird das Teil in eine dieser Mischbütten gelegt, die man zum Betonmischen nimmt. In die Bütte kommt Kaltreiniger und dann wird gepinselt, gebürstet und gekratzt. Man sollte sich lange Handschuhe und nicht die neue Jeans anziehen :). Wenn man sauber gearbeitet hat, ist das gröbste schon runter ohne sich selbst ganz so versaut zu haben.


    Dann nehme ich die Bütt samt inhalt (Kaltreiniger und das Teil), stelle sie in meinen Passat, nehme mir ne Flasche Felgenreiniger und fahre zur nächsten SB-Waschstation die auch für Motorwäsche zugelassen ist (Ölabscheider / Programm für Motorwäsche) Dann nehme ich das Teil aus der Bütt und sprühe es mit nem Hochdruckreiniger ordentlich ab. Man glaubt kaum, wie sauber die Teile da schon werden. Als letztes nehme ich Felgenreiniger und sprühe das Teil damit ein. Kurz einwirken lassen und dann wieder absprühen. Bei der Gelegenheit entsorge ich den Rest Kaltreiniger und mache auch gleich die Bütt sauber.


    Danach bin ich meistens ziemlich nass, aber die Teile gehen super sauber und man hat die sauerei nicht im Garten veranstaltet.

  • Ich weiss nicht ob ich den Kaltreiniger so auf dem blanken Alu lassen würde. Das kann schief gehen! :bash:

  • Quote

    Original von testonalin Einen Lappen reinzustecken wäre mir auch zu viel Aufriss... :)


    Ja ne, was ein Akt, und ständig nasse Füße weil die Socken wieder mal zum Dampfstrahlen im Einlass gesteckt haben... ;)

  • Kaltreiniger und Alu? Da passiert nichts,solange man es nicht an die überlackierten Seitendeckel des Motors lässt. Aber da darf man auch nicht so ängstlich sein. Einfach nicht Stundenlang drauflassen und gut mit Wasser spülen und dann klappt das.

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